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Neuenschwander zahlte Lehrgeld, Morceli gab auf

Maja Neuenschwander hat den EM-Marathon in Barcelona im 27. Rang beendet. Patricia Morceli musste aufgeben. Gold sicherte sich die Litauerin Zivile Balciunaite.

Völlig erschöpft: Die Bedingungen beim EM-Marathon machten auch Maja Neuenschwander schwer zu schaffen.
Völlig erschöpft: Die Bedingungen beim EM-Marathon machten auch Maja Neuenschwander schwer zu schaffen.
Reuters

Die Baltin lief vor der Russin Nailja Julamanowa und der Italienerin Anna Incerti ins Ziel. Neuenschwander kam mit einer Zeit von 2:45:17 total erschöpft ins Ziel und wurde direkt ins Sanitäter-Zelt geführt. Nachdem es der 30- jährigen Bernerin bis Kilometer 30 gut gelaufen war, kam kurz vor der letzten der zehn Kilometer langen Runde der Einbruch. «Es ging nichts mehr, es hat mir alles weh getan», sagte die Gymnasiallehrerin. «Ich habe bei meinem ersten Grossanlass Lehrgeld bezahlt.»

Neuenschwander hatte den Rückstand auf die Spitze lange Zeit in Grenzen halten können. Bei Halbzeit betrug er 1:47 Minuten, bei Kilometer 30 genau vier Minuten. In der Folge wuchs er bis ins Ziel auf 14:03 Minuten an. Deshalb war die Enttäuschung gross, Neuenschwander hatte sich ihren zehnten Marathon anders vorgestellt. Es gebe nichts zu gratulieren, erklärte sie.

Gesundheitlich angeschlagen

Noch schlimmer erging es Patricia Morceli. Die 36-jährige Chamerin wäre zwar gerne zu Ende gelaufen, doch nach gut 30 Kilometer - diese Marke passierte sie als 30. - musste sie einsehen, dass es keinen Sinn macht weiterzulaufen. Ihre Aufgabe ist nachvollziehbar, hatte sie doch in der Nacht auf Freitag auf Grund einer Migräne erbrechen müssen.

Zivile Balciunaite, die EM-Vierte von 2006, liess ihre letzten Gegnerinnen nach etwa 28 Kilometer stehen und baute den Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich auf 1:01 Minuten aus. Neben der Litauerin erreichten auch Julamanowa, die schon fünf Marathons gewonnen hat, und Incerti erstmals an internationalen Meisterschaften einen Podestplatz.

si/fal

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