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«Kontrollierte Euphorie» vor dem grossen Hosenlupf

Einen Monat vor dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf herrscht bei den Verantwortlichen «kontrollierte Euphorie», wie OK-Präsident Andreas Aebi an einer Medienorientierung sagte.

Wie steht es um die Sicherheit am Eidgenössischen Schwingfest? Andreas Hosner, Chef Sicherheit, im Interview.

Bereits stehen auf dem 70 Hektar grossen Festgelände in der Ey zwischen Burgdorf und Kirchberg drei der sechs Tribünen, wie ein Augenschein zeigte. An zwei weiteren haben die Arbeiten begonnen. Insgesamt soll das temporäre Stadion 52'000 Besucher fassen, was einen Rekord darstellt.

Das Organisationskomitee habe zusammen mit insgesamt 4000 Helferinnen und Helfern eine komplexe Aufgabe zu bewältigen, erklärte OK-Präsident Andreas Aebi vor den Medien in Burgdorf.

Eine Viertelmillion Besucher

Verteilt auf die drei Tage, die der Anlass dauert, erwartet Burgdorf rund eine Viertelmillion Besucherinnen und Besucher. 50'000 sollen es bereits am Freitag sein, da mit dem Festumzug ein erster Höhepunkt ansteht. Die Tourismusregion Emmental, das regionale Gewerbe und Brauchtum präsentieren sich dabei in 40 Bildern.

Im Mittelpunkt steht aber das Schwingfest mit 280 Aktiven. In acht Gängen, wie die Zweikämpfe beim Schwingen heissen, entscheidet sich an zwei Tagen, ob der amtierende Schwingerkönig Kilian Wenger aus dem Berner Oberland seinen Titel verteidigen kann oder einem neuen Mann Platz machen muss.

Über 100'000 Interessierte werden für Sonntag erwartet. Der Schlussgang, mit dem das Fest entschieden wird, ist für 16.30 Uhr vorgesehen.

400 Extrazüge, 210'000 Liter Bier

Schwingen boomte bereits vor drei Jahren, als in Frauenfeld eine Arena für rund 48'000 zur Verfügung stand. Jetzt werden noch ein paar Tausend Leute mehr erwartet, was für die Verkehrsverantwortlichen eine grosse Herausforderung darstellt.

Wie Mathias Tromp, der ehemalige Direktor der BLS, darlegte, werden für das Fest rund 400 Extrazüge oder verstärkte Züge eingesetzt. Das Festgelände sei vom Bahnhof aus gut zu Fuss erreichbar, auch Shuttlebusse werden verkehren.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen; die Eintrittskarte zum Fest gilt auch als Billet. Die Parkplätze rund ums Festgelände sind kostenpflichtig.

In Sachen Speis und Trank wollen 45 Verpflegungsstände und sieben grosse Zelte abwechslungsreiche Kost bieten. Gerechnet wird unter anderem mit 210'000 Litern Bier und halb so viel Mineralwasser.

Steinstösser und Hornusser

Nicht nur Schwinger stehen im Einsatz, sondern auch 121 Steinstösser und 20 Hornusserequipen. Die 5 Besten mit dem 83,5 Kilo schweren Unspunnenstein werden den Sieger in der Arena ausmachen. Die Hornusserwettkämpfe finden in Zauggenried statt.

Der Grossanlass steht unter dem generellen Motto «authentische Verbindung von Tradition und Moderne». Für Letzteres steht die Neuheit einer Esaf-App, die Interessierte via Smartphone jederzeit auf dem Laufenden über den Stand des Schwingfests hält.

Ein Wermutstropfen ist das sinkende Interesse von Auslandschweizern, als Aktive am Fest teilzunehmen. Hatten Schwinger aus den USA in den 70er-Jahren noch drei Kränze erobert, so sind sie dieses Jahr überhaupt nicht vertreten. Dennoch hat die «Chicago Tribune» bei der Pressestelle des Esaf bereits ihr Interesse bekundet, wie der Medienverantwortliche mitteilte.

SDA/js

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