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Kommt der grosse Winter von Albrecht?

Am Wochenende startet der WM-Winter mit dem Weltcup in Sölden. Aksel Svindal, Bode Miller, Benjamin Raich oder Didier Cuche zählen zu den Favoriten auf den Gesamt-Weltcup. Dabei wird ein Name vergessen: Daniel Albrecht.

Daniel Albrecht (25), Ski-Club Eggishorn Fiesch: Der grosse Hoffnungsträger aus Schweizer Sicht.
Daniel Albrecht (25), Ski-Club Eggishorn Fiesch: Der grosse Hoffnungsträger aus Schweizer Sicht.
Keystone
Albrecht wird zugetraut, einen weiteren Sprung in der Karriere zu vollbringen. Prognose für die Saison: Der Walliser hievt sich im Gesamt-Weltcup unter die Top-3-Fahrer.
Albrecht wird zugetraut, einen weiteren Sprung in der Karriere zu vollbringen. Prognose für die Saison: Der Walliser hievt sich im Gesamt-Weltcup unter die Top-3-Fahrer.
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Janka gehört wie Sandro Villetta oder der zuletzt verletzt gewesene Beat Feuz zu den aufstrebenden Fahrern bei Swiss-Ski. Cuche erwartet in diesem Winter viel von Janka. Prognose: Janka erfreut die Ski-Nation mit Top-Resultaten im Riesenslalom.
Janka gehört wie Sandro Villetta oder der zuletzt verletzt gewesene Beat Feuz zu den aufstrebenden Fahrern bei Swiss-Ski. Cuche erwartet in diesem Winter viel von Janka. Prognose: Janka erfreut die Ski-Nation mit Top-Resultaten im Riesenslalom.
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Vor einem Jahr sagte der Fiescher, er betrachte den Winter 2008 als Probelauf für den Angriff auf den Gesamtweltcup. Jetzt ist es soweit.

Der kompletteste Schweizer

Keine Frage: Albrecht ist der kompletteste Schweizer Skirennfahrer. Er kann in sämtlichen Disziplinen punkten. Im Gegensatz zu einem Cuche, dem der Slalom im Repertoire fehlt und für den in der Superkombination nur Brosamen zu holen sind. «Ich müsste in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom die Disziplinenweltcups gewinnen, damit ich genügend Punkte für den Gesamtweltcup hätte», sagt der Neuenburger realistisch. Und macht damit auch teamintern Albrecht zur Nummer 1 bei der Jagd auf den Gesamtweltcup.

Vor einem Jahr, also beim Probelauf, geschah dann etwas, mit dem niemand gerechnet hatte. Albrecht kehrte nach der Übersee-Tournee mit sechs Rennen in Kanada und USA als Weltcupleader nach Europa zurück. Die Trainer witterten die Gefahr, dass der junge Mann nun verheizt werden könnte. Nur: Albrecht liess sich nicht bremsen, er wollte überall an den Start. Und büsste mit Schmerzen: Out im Super-G von Gröden, Sturz in der Abfahrt von Kitzbühel. So leicht noch alles in Beaver Creek mit zwei Siegen gelaufen war, so schwer tat sich der Walliser im Januar und Februar zwischen den Stangen.

Oder klar gesagt: Es lief nichts mehr. Die Stürze in den Speed-Disziplinen hatten das Selbstvertrauen vernichtet. Am Ende der Saison stand Albrecht im Gesamtweltcup auf Rang sieben, Didier Cuche hatte bis zuletzt um die grosse Kristallkugel mitgekämpft und wurde brillanter Dritter. Von Albrecht sprach am Weltcupfinal in Bormio keiner mehr.

Das Staunen im Lager von Bode Miller

Bis zum letzten Rennen, bis zum Slalom. Da holte er sich überraschend mit Platz zwei seinen ersten Podestplatz in dieser Disziplin. Und so sehr ihn die Speed-Patzer ins Tief rissen, so sehr hat ihn dieser Erfolg aufgebaut. Mit Nachhaltigkeit – Albrecht fuhr in den Trainings im Sommer und Herbst bestechend. «Ich fühle mich super, im Riesenslalom passt das Material hervorragend, und im Slalom komme ich ganz gut vorwärts», ist er optimistisch.

Vor zwei Wochen war Superstar Miller als Trainingsgast für einen Tag im Schweizer Team. Doch die Trainer des Amerikaners sahen vor allem Albrecht. «Wenn der im Winter auch so fährt», staunte Millers Schweizer Trainer Fritz Züger am Pistenrand in Sölden, «dann wird er kaum zu schlagen sein.»

Interessant der Stand bei den Buchmachern: Da werden die Favoriten Svindal mit Quoten von 2,8, Raich und Miller mit 3,40 und Cuche mit 9,0 gehandelt. Albrecht liegt weit hinten – mit 30,0.

Aber das kann schon nach dem Riesenslalom von Sölden (Ö) ganz anders aussehen.

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