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Klitschko-Brüder trauern um ihren Vater

Schwere Tage für die beiden Box-Schwergewichts-Weltmeister Waldimir und Vitali Klitschko. Ihr Vater starb im Alter von 64 Jahren an den Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe.

«Am Boden zerstört»: Wladimir (r.) und Witali Klitschko.
«Am Boden zerstört»: Wladimir (r.) und Witali Klitschko.

Vier Wochen lang lag Wladimir Rodionowitsch Klitschko im Altonaer Krankenhaus in Hamburg, am Wochenende wurde der ehemalige Armee-Offizier und Vater der beiden Klitschko-Brüder der letzte Wunsch erfüllt und in seine Heimat nach Kiew geflogen. Im Kreis der Familie erlag der 64-jährige Ukrainer seinem Krebsleiden. «Beide Brüder waren am Boden zerstört, als sie von der Nachricht gehört haben. Es war schon länger klar, dass der Vater nicht mehr lange zu leben hatte», sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte.

Wladimir (35) nahm sich mit Witali (39) auch rund um den WM-Kampf Anfang Juli gegen den Engländer David Haye viel Zeit für seinen todkranken Vater: «Es war schön, dass der Vater den Klitschko-Haye-Kampf in der Hamburger Klinik noch am Fernseher verfolgen konnte», so Manager Bönte.

Aufräumarbeiten in Tschernobyl

Schwergewichtsweltmeister Wladimir war am vergangenen Dienstag noch Ehrengast beim Reitturnier CHIO in Aachen, reiste am Mittwoch nach der traurigen Nachricht aber sofort nach Kiew. «Beide Brüder nahmen zuletzt nur noch die Termine wahr, die schon seit langer Zeit feststanden», sagt Bönte.

Die Brüder sind jetzt bei ihrer Mutter Nadeschda Uljanowana Klitschko, die sich in den letzten Jahre intensiv um ihren krebskranken Mann kümmerte. Seine Gesundheit verschlechterte sich wegen der Spätfolgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl in den letzten Jahren zusehends. Nach der Explosion im Reaktorblock am 26. April 1986 war Wladimir Klitschko senior zu Aufräumarbeiten in der radioaktiv verseuchten Zone abkommandiert worden.

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