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«King Edward» ist kein Schweizer mehr

Das beste Pferd der Baselbieter Springreiterin Janika Sprunger darf nicht mehr für die Schweiz starten.

Dominic Willimann
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Janika Sprunger zählt zum Olympiateam, das vom Kanton Basel-Landschaft regelmässig finanziell unterstützt wird. Doch die Springreiterin aus Bubendorf hätte in diesem Sommer in Tokio gar nicht für die Schweiz antreten dürfen. «Sie hat sich selbst rausgenommen», sagt Andy Kister, der Schweizer Equipenchef, der diesen Umstand bedauert.

Was ist geschehen? Sprungers Spitzenpferd «King Edward» hat einen neuen Mitbesitzer. Das hat die Baselbieterin am 15. Januar dieses Jahres offiziell kommuniziert. Der Mitbesitzer des zehnjährigen Belgierwallachs heisst Henrik von Eckermann. Der Schwede ist nicht nur ein Spitzenreiter, sondern auch Sprungers Lebenspartner. Die Neuregelung der Besitzverhältnisse erlaubt es dem schwedischen Springreiter, das Pferd etwa bei den Olympischen Spielen für sein Heimatland an den Start zu bringen. Für die Schweiz darf «King Edward» folglich nicht mehr starten.

Schon wieder Pech für Sprunger

Dabei hätte Sprunger selbst im nächsten Jahr noch, wenn die Olympischen Sommerspiele stattfinden sollten, intakte Chancen gehabt, das Schweizer Olympiateam zu komplettieren. Gesetzt sein dürften für die wichtigen Wettkämpfe Steve Guerdat, Martin Fuchs sowie der aufstrebende Bryan Balsiger. Im Wettstreit um den vierten Platz in dieser Equipe hätte die 32-Jährige zu den Anwärterinnen auf Olympia gezählt.

Damit schreibt Sprunger, die gemeinsam mit von Eckermann in der Nähe von Bonn lebt, eine nächste Geschichte rund um die Olympischen Spiele. Vor vier Jahren in Rio de Janeiro qualifizierte sie sich sportlich für den Final, durfte dort aber nicht starten, weil nur drei Schweizer Athleten zugelassen waren. Die Funktionäre aus dem nationalen Verband sprachen sich schliesslich gegen Sprungers Start aus.

Dass von Eckermann Mitbesitzer von Sprungers Pferd ist, dürfte folgenden Hintergrund haben. Somit ist gewiss, dass die Baselbieterin und ihr Freund «King Edward» weiter aufbauen und voranbringen können, ohne Gefahr laufen zu müssen, dass das Pferd weiterverkauft wird. Diese Erfahrung musste Sprunger zuletzt zweimal machen: Ihre beiden Spitzenpferde «Palloubet d'Halong» und «Bacardi» mussten Sprungers Stall verlassen, weil sie für hohe Summen an andere Besitzer übergingen.

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