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Jamaikanische Sportler unter Dopingverdacht

Zwei Leichtathleten von der Karibikinsel haben Pakete mit Dopingmitteln erhalten. Delloreen Ellis-London und Adrian Findlay streiten die Anschuldigungen ab.

Zwei Mitglieder der jamaikanischen Olympiadelegation haben gemäss der «Sports Illustrated» Lieferungen mit leistungssteigernden Substanzen erhalten. Die Dokumente, die dem amerikanischen Sportmagazin vorliegen, sollen beweisen, dass Delloreen Ellis-London 2006 und 2007 zwei Pakete mit dem Wachstumshormon HGH erhalten hat. Die Jamaikanerin hat diese Woche an der Athletissima in Lausanne über 100 m Hürden gewonnen und wurde in Peking Fünfte.

Erhalten, aber nie geöffnet

Lincoln Ellis, der Ehemann der 33-Jährigen bestätigte, dass seine Gattin die Substanzen bestellt habe, weil sie unter starken Blutungen im Unterleib gelitten habe. Das Paket sei angekommen, von seiner Frau aber nie geöffnet worden. Das zweite Paket im Jahr 2007 habe man unaufgefordert erhalten.

Das Rezept für die Wachstumshormone stammt von Victor Shabanah. Der Arzt gehört zur «Anti-Aging Group» gehört, die auf ihrer Webseite Hormontherapien anbietet. HGH wird dort empfohlen, um einen Mangel an Wachstumshormonen zu kurieren. Ob die Hürdensprinterin unter derartigen Problemen leidet, war nicht zu eruieren.

Schroffe Reaktion

Shabanah, der sich als Hormontherapeut bezeichnet, reagierte auf einen Anruf von «Sports Illustrated» mit einem schroffen «Machen Sie einen Termin mit mir ab, wenn Sie mich sprechen wollen» und hängte das Telefon ab.

Auch Adrian Findlay, in Peking Ersatzläufer der jamaikanischen 4x400-m-Hürdenstaffel, hat gemäss «Sports Illustrated» Testosterin und Steroide erhalten. Findlay bestreitet die Anschuldigungen: «Glaubt mir, ich nehme keine Steroide. Ich garantiere euch, dass das Paket nicht für mich war und ich es nicht bestellt habe. Ich habe eine Ahnung, für wen es war.»

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