Gjergjaj verliert nach Punkten

Das Schwergewicht aus Pratteln unterliegt Umut Camkiran in Istanbul und verpasst es, zum zweiten Mal nach 2014 EBU-Europameister der Nicht-EU-Staaten zu werden.

Arnold Gjergjaj (links) fand im Kampf gegen den Türken Umut Camkiran zu selten einen Weg durch dessen Deckung. – Bild: zVg

Arnold Gjergjaj (links) fand im Kampf gegen den Türken Umut Camkiran zu selten einen Weg durch dessen Deckung. – Bild: zVg

Arnold Gjergjaj hat den Kampf um den EM-Titel der European Boxing Union (EBU) verloren. In Istanbul unterlag der 34-jährige Schwergewichtsboxer aus Pratteln am Freitagabend dem Türken Umut Camkiran einstimmig nach Punkten. Damit hat es Gjergjaj verpasst, jenen Gürtel wieder um die Hüften zu tragen, den er im Oktober 2014 gegen den Bosnier Adnan Redzovic in Basel bereits gewonnen hatte.

Gjergjaj war zwar gut in den Kampf gestartet, musste dem deutlich kleineren Camkiran den Kampf in der Folge aber immer mehr überlassen. Gjergjaj konnte zu wenig klare Treffer landen, während sein Gegner taktisch überlegt boxte und jeweils kurz vor dem Ende einer Runde noch ein paar Aktionen verzeichnen konnte. Am Ende werteten die Punktrichter den Kampf mit 115:113, 115:113 und 118:110 – was im Team von Gjergjaj zumindest für Diskussionsbedarf sorgte. Trotzdem blieb ingesamt der Eindruck, dass der Prattler zu wenig für einen Sieg getan hatte.

Wie geht es weiter?

Camkiran bleibt damit auch im zwölften Profi-Kampf seiner Karriere ungeschlagen, auch wenn ihm zum ersten Mal kein Knockout gelingen wollte. Für Gjergjaj hingegen war es nach den Niederlagen gegen David Haye und Sean Turner schon die dritte Schlappe in den vergangenen drei Jahren.

Damit stellt sich die Frage, wie es für den Boxer weitergeht. Nicht kurzfristig, immerhin hat Gjergjaj geplant, schon Ende Mai in Kirchberg wieder in den Ring zu steigen. Aber es stellt sich die Frage, was die Niederlage für die langfristige Planung Gjergjajs bedeutet. Nach zuletzt zwei Siegen gegen Aufbau-Gegner wäre der 34-Jährige mit dem EM-Titel wieder ein interessanter Gegner für einen grossen Kampf geworden.

Nach der Niederlage von Istanbul muss er nun aber wieder ein ganzes Stück weiter unten beginnen.

baz.ch/Newsnet

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