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Fury gewinnt den Schwergewichtstitel

Der Brite schlägt Deontay Wilder in der siebten Runde durch technischen K.o. und ist zum zweiten Mal Box-Weltmeister.

Tyson Fury besiegte Deontay Wilder in eindrücklicher Manier. (Video: Twitter)

Als nichts weniger als «das grösste Comeback der modernen Sportsgeschichte» bezeichnet die englische Zeitung The Guardian Tyson Furys Sieg über Deontay Wilder. «Sensationell», beschrieb die BBC seine Leistung. Der 31-jährige Brite gewann gegen den 34-jährigen Amerikaner und ist zum zweiten Mal Box-Weltmeister im Schwergewicht. Wilder war Titelverteidiger. Fury sicherte sich den Sieg und den Weltmeistergürtel der WBC am Samstag (Ortszeit) vor über 15'000 Zuschauern in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas in der siebten Runde durch technischen K.o.

Kurz nach dem Kampf war noch unklar, ob Wilder ins Spital gebracht werden muss, um sich untersuchen zu lassen. In der dritten und fünften Runde landete er am Boden, in der sechsten blutete er aus seinem linken Ohr. Er konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten. In der siebten Runde warf die Wilder-Ecke das Handtuch und schützte den hilflosen Ex-Champion vor grösseren gesundheitlichen Schäden. «Der Bessere hat gewonnen, da gibt es keine Ausrede», sagte der Verlierer. «Ich hätte mir nur gewünscht, dass meine Ecke das Handtuch nicht geworfen und mich den Kampf hätte zu Ende bringen lassen. Ich bin ein Krieger.»

Noch nie wurde Wilder von einem Gegner so dominiert wie von «The Gypsy King», wie Fury auch genannt wird. «Ich bin gekommen, um ihn auszuknocken», hatte der Boxer aus Manchester vor dem Kampf gesagt – er liess seinen grossen Worten Taten folgen. Trotzdem zollte Fury seinem Gegner nach dem Triumph auch Respekt: «Deontay hat das Herz eines Champions gezeigt, er ist ein Krieger. Er wird zurückkommen und erneut Champion werden. Aber der König ist zurück auf dem Thron.» Die gefürchtete Rechte des US-Amerikaners kam nie zur Entfaltung, der technisch bessere Fury dominierte mit schnellen Beinen und harten Treffern. «Jetzt habe ich alle Gürtel gewonnen. Das ist doch eine schöne Sammlung. Ich habe alles im Boxen erreicht», sagte der Brite.

Fury bisher unbesiegt

Für Wilder war es im 43. Kampf als Profiboxer die erste Niederlage überhaupt. Fury, der 2015 Wladimir Klitschko entthront hatte, blieb auch im 31. Kampf seiner Karriere ohne Niederlage. Bereits im Dezember 2018 waren Fury und Wilder aufeinandergetroffen. Damals endete der Kampf unentschieden.

Jetzt stellt sich in der Boxszene nur eine Frage: Was nun? Der «Gypsy King» hat zwei Optionen. Ein drittes Duell mit Wilder oder ein spektakulärer Vereinigungskampf mit Anthony Joshua. Sein britischer Landsmann hält die Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF, die Fury einst in seiner von Depressionen, Drogen und Dopingsperre geprägten dunklen Zeit hatte abgeben müssen.

Fury setzt auf die Trilogie gegen Wilder. «Ich hoffe, es gibt einen Rückkampf. Ich werde da sein», betonte Fury. Vertraglich ist fixiert, dass Wilder die Option auf einen weiteren Kampf innerhalb von 30 Tagen ziehen und die Fury-Seite zustimmen muss. Es dürfte wieder ein Spektakel werden.

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