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Favre hat die ewige Jugend gepachtet

Der 39-jährige Quarterback hat die New York Jets in wenigen Monaten in einen Kandidaten für die Super Bowl verwandelt.

Brett Favre gibt die Kommandos für die New York Jets.
Brett Favre gibt die Kommandos für die New York Jets.
Keystone
Brett Favre feiert mit Nick Mangold einen erfolgreichen Spielzug.
Brett Favre feiert mit Nick Mangold einen erfolgreichen Spielzug.
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In der Saison 1996 gewinnt Brett Favre mit den Green Bay Packers die Super Bowl.
In der Saison 1996 gewinnt Brett Favre mit den Green Bay Packers die Super Bowl.
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Bis zum Sonntag galten die Tennessee Titans als das Mass aller Dinge in der National Football League (NFL). Doch dann kamen Brett Favre und die New York Jets nach Nashville und fügten den Titans mit 34:13 die erste Niederlage zu.

Dabei hatte der 39-Jährige noch im Frühling unter Tränen seinen Rücktritt erklärt und einen Schlussstrich unter die statistisch beeindruckendste Football-Karriere aller Zeiten gezogen. So hält Favre unter anderem den prestigeträchtigen Rekord für die meisten Touchdown-Pässe (462).

Der plötzliche Rücktritt vom Rücktritt

Doch je näher die Saison kam, umso unruhiger wurde Favre. Er musste einfach auf den Platz zurück. Inzwischen wollte sein Verein, die Green Bay Packers, für die er 16 Jahre gespielt hatte, aber nichts mehr von einer Rückkehr des Superstars wissen. Sie hatten die Zukunft und die Gegenwart bereits mit Aaron Rodgers als Quarterback geplant. Nach tagelangem Streit wurde Favre zu den New Jets transferiert, wo er einen Einjahresvertrag unterschrieb, der ihm 12 Millionen Dollar einbringt.

Dem Klub, der im Schatten von Champion New York Giants stand, verlieh der ergraute Superstar jenen Glamour, der im «Big Apple» wichtiger als irgendwo sonst ist. Nach anfänglichen Problemen kommt Favre bei den Jets immer besser in Schwung. Gegen die Titans, beim fünften Sieg in Folge, warf er in seinem inzwischen 268. NFL-Spiel zwei Touchdown-Pässe.

Super Bowl als New Yorker Derby?

Die Jets haben bereits doppelt so viele Siege wie in der Vorsaison errungen und sind mit acht Erfolgen gegenüber drei Niederlagen auf Playoff-Kurs. Bereits sprechen die Experten davon, dass die Super Bowl im Januar zu einem New Yorker Derby zwischen den Jets und den Giants werden könnte.

Favre spielt nicht nur gut, sondern so, als ob es seine ersten Spiele in der Liga währen. Bei Touchdowns rennt er jubelnd übers ganze Feld und springt seinen Teamkollegen in die Arme.

Favre haut selbst Coach Mangini auf den Hintern

Ausserdem macht sich der Superstar, der vor zwölf Jahren die Super Bowl gewonnen hatte und dreimal zum wertvollsten Spieler der NFL gewählt worden war, einen Spass daraus, seine Teamkollegen auf den Allerwertesten zu schlagen. Nach dem Sieg gegen die New England Patriots erlaubte er sich dies sogar gegenüber dem zwei Jahre jüngeren Coach Eric Mangini - vor laufenden TV-Kameras. «Kein Problem. Zu diesem Zeitpunkt war das völlig in Ordnung»», sagte Mangini. Und Teamkollege Kris Jenkins sagt über Favre: «Ich denke, er ist der älteste 12-Jährige der Liga.»

Favre mag Spass wie ein kleiner Junge haben, verliert den Fokus jedoch nicht. Er betont: «Niemand ist so ehrgeizig wie ich. Niemand hat so viel Spass wie ich. Ich liebe es, Football zu spielen. Es gibt nichts schöneres als einen Touchdown zu werfen.»

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