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Ein halber Schweizer Sieg durch Cooke

An der Strassen-WM in Varese (It) hat Nicole Cooke (25) das Rennen der Frauen im Spurt vor Marianne Vos (Ho) und Judith Arndt (De) gewonnen.

Schnauf im Finish: Cooke konnte sich im Spurt gegen ihre härtesten Rivalinnen durchsetzen.
Schnauf im Finish: Cooke konnte sich im Spurt gegen ihre härtesten Rivalinnen durchsetzen.
Keystone

Cooke ist seit fünf Jahren in Lugano wohnhaft und gehörte eine Saison lang einer Schweizer Sportgruppe an. Die «Mischung zwischen Kopf und Muskeln» macht für Cooke die Attraktivität des Radsportes aus. Beide Faktoren reizte sie im Final des über 138,8 km führenden Rennens zur Genüge aus. Im prominent besetzten Quintett, das sich auf der Schlussrunde gebildet hatte, unternahm sie wenig, um jeweils auf die Angriffe von Judith Arndt und Trixi Worrack (beide De) zu reagieren, die das Mannschaftsspiel bis zum Exzess übten. Die Nachführarbeit lastete auf den Schultern von Marianne Vos. Trotz ihrem Kräfteverschleiss fand die Holländerin auch noch die Kraft, den Schlussspurt einzuleiten - allerdings zu früh. Cooke überspurtete die Punktefahren-Olympiasiegerin klar.

Ein neues Kapitel

Mit ihrem Triumph in Varese fügte die seit 1994 Rennen bestreitende Cooke ihrer Bilanz ein neues Kapitel bei. Die Athletin aus Wales gewann zwar in der höchsten Kategorie schon zweimal Bronze (2003 in Hamilton/Ka und 2006 in Salzburg) sowie einmal Silber (2005 in Madrid), aber noch nie die Goldmedaille. Und im September hatte Cooke bei den Olympischen Sommerspielen in Peking mit ihrem Sieg im Strassenrennen den Reigen der insgesamt 19 goldenen Auszeichnungen Grossbritanniens eröffnet. Dass eine Fahrerin Olympiasiegerin und zugleich Weltmeisterin im Strassenrennen ist, gab es noch nie, wobei erst seit 1996 getrennte Wettkämpfe durchgeführt werden. Vorher zählte der Olympia-Einsatz zugleich auch als WM.

Schwache Schweizerinnen

Im äusserst interessanten Rennen mit einer zwölf Fahrerinnen zählenden Fluchtgruppe schon in der ersten Runde traten die Schweizerinnen kaum in Erscheinung. In Abwesenheit der aus disziplinarischen Gründen nicht selektionierten Nicole Brändli und der zurückgetretenen Priska Doppmann kam Sereina Trachsel als 50. und damit beste Schweizerin ins Ziel. Ein solch schwaches Ergebnis wurde in den letzten 20 Jahren nie verzeichnet.

si/fal

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