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Die Schweizer Basketballer starteten mit Sieg

Ohne Sefolosha kam das Nationalteam beim 91:79 gegen Albanien arg ins Zittern. Die EM-Qualifikation wird für die Schweizer schwer genug.

Die Schweizer Basketball-Nationalmannschaft lancierte gestern Abend im Luganeser Vorort Cadempino die neue Europameisterschafts-Qualifikation in der Division B mit dem erwarteten 91:79-Sieg gegen Albanien. Doch das Resultat täuscht und sagt nichts über die grossen Mühen der Schweizer in der Partie gegen den Aussenseiter der Gruppe B aus, zu der auch Rumänien, Weissrussland und Zypern zählen.

Ohne Thabo Sefolosha ein schwieriges Unterfangen Die Sieger der Gruppen A, B und C sowie der beste Zweitklassierte qualifizieren sich am Ende dieser EM-Qualifikation für die Barrage-Spiele um den Aufstieg in die Division A, der die 24 besten Teams Europas angehören. Vor einem Jahr war die Schweiz in Zürich mit dem NBA-Spieler Thabo Sefolosha dank den beiden Siegen gegen Zypern und Rumänien Gruppensieger geworden. In der Barrage hatten die Schweizer dann allerdings gegen England keine Chance.

Gestern nun waren die Schweizer ohne den Spieler der Chicago Bulls, ohne die aus dem Nationalteam zurückgetretenen Routiniers Jaquier und Porchet und ohne Thabos Bruder Kgomotso Sefolosha (Rücktritt) froh, zumindest die Chance auf den Gruppensieg gewahrt zu haben. Denn mit einer Niederlage gegen den krassen Aussenseiter wäre ein Barrageplatz wahrscheinlich bereits verspielt gewesen.

Und Thabo Sefolosha hat wohl angekündigt, dass er nächstes Jahr für die Rückspiele der EM-Qualifikation ins Nationalteam zurückkehren wird, allerdings nur dann, wenn die Schweiz zu jenem Zeitpunkt noch Chancen auf den Gruppensieg hat.

Gestern rettete Dusan Mladjan mit 30 Punkten die Schweizer über die Distanz. Der 22-jährige, zwei Meter grosse Forward mit serbischen Wurzeln, wuchs im Tessin auf und ist nach Gastspielen in Italien vergangene Saison zu Lugano zurückgekehrt. Der frühere Nationalcoach Manu Schmitt hatte Mladjan aus disziplinarischen Gründen nicht mehr berufen. Der neue Coach Sébastian Roduit versuchte nun einen neuen Anlauf, und Mladjan, der zurzeit beim italienischen Serie-A-Vierten Premiata Montegranaro unter Vertrag ist, dankte es mit einer starken Offensivleistung.

Die Schweizer waren körperlich unterlegen Die Defensive ist aber nicht Mladjans Stärke, das war auch gegen Albanien nicht zu übersehen. «Das gesamte Team hat in der ersten Halbzeit defensiv nicht gut gespielt, das hat uns nervös gemacht und unter Druck gesetzt», sagte Captain Valentin Wegmann zum 44:48-Pausenrückstand. Das Aufbäumen in der zweiten Halbzeit wertete er «als gutes Zeichen».

Doch die Probleme der Schweizer unter dem Korb waren offensichtlich. Mit Oliver Vogt (2,09 m) verfügten die Schweizer nur über einen Spieler mit mehr als 2 Meter Körpergrösse. Die körperlich überlegenen Albaner dominierten mit 40 Rebounds, davon 13 in der Offensive, die Schweizer holten nur 24 herunter. Die Differenz machten sie mit den Distanzwürfen: Sie trafen 13 von 33 Dreipunkteversuchen, die Albaner bloss vier von 13.

Gegen Zypern am Mittwoch stösst nun der 2,04 m grosse David Ramseier zum Team, der von seinem französischen Verein gestern nicht freigegeben worden war. Die Aufgabe wird aber auch so noch schwer genug.

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