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Das Märchen von Barcelona

Vor 16 Monaten kämpfte Viktor Röthlin nach zwei Lungenembolien um sein Leben. Gestern dominierte der 35-Jährige in Barcelona den EM-Marathon bei seiner grossen Rückkehr.

Am Start sahen alle noch relativ frisch aus.
Am Start sahen alle noch relativ frisch aus.
Reuters
Doch es war sehr heiss in Barcelona, was...
Doch es war sehr heiss in Barcelona, was...
Reuters
Der Russe Safronov wurde Dritter.
Der Russe Safronov wurde Dritter.
Reuters
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Viktor Röthlin greift sich eine Schweizer Fahne, schwenkt sie und ballt dazu die Faust. Sein Vorsprung wenige Meter vor dem Ziel am EM-Marathon von Barcelona ist so komfortabel, dass sich der Obwaldner diesen Luxus leisten kann. Röthlin ist zwei Jahre nach seinem letzten Lauf über die prestigeträchtigen 42,195 km zurück – und wie: Als Aktivster aller Teilnehmer prägt, ja dominiert er das Rennen regelrecht. Er ist stets zur Stelle, wenn ein anderer forciert, und sorgt bereits nach 1:28 Stunden für die entscheidende Tempoverschärfung. Keiner seiner Konkurrenten vermag mitzuhalten, nicht einmal der spanische Favorit José Manuel Martinez. Röthlins Vorsprung auf den 10 000-m-Europameister von 2002 wird im Gegenteil immer grösser. Nach 35 km ist Röthlin überzeugt, das Rennen zu gewinnen. Nach 40 km beginnt er zu geniessen. In 2:15:31 Stunden nimmt er Martinez bei hohen Temperaturen die Welt von 2:19 Minuten ab. Der Dritte, Dimitri Safronow aus Russland, büsst gar 2:45 ein.

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