«So bin ich noch nie empfangen worden»

Mujinga Kambundji ist zurück. Die WM-Bronzegewinnerin über 200 m wird bei ihrer Ankunft in Kloten gefeiert – nun braucht sie Erholung.

Selfies und Autogramme: Mujinga Kambundji wird am Flughafen empfangen und nimmt sich Zeit für ihre Fans. (Video: Keystone-SDA)

Sie strahlt, wie sie das meistens tut, als sie an diesem Montagnachmittag um 15.15 Uhr die Empfangshalle am Flughafen Zürich betritt. Mit dabei hat Mujinga Kambundji ihre bisher wertvollste Beute, seit sie Bestzeiten und Podestplätze jagt: die Bronzemedaille, die sie an der WM in Doha über 200 m gewonnen hat, baumelt um ihren Hals.

Die 27-Jährige, die mit der ersten Sprint-Medaille an Welttitelkämpfen Schweizer Sportgeschichte geschrieben hat, sieht etwas müde aus, und der Eindruck täuscht nicht. «Ich habe im Flugzeug die meiste Zeit geschlafen, auch weil gestern noch die Athletenparty war», sagt Kambundji. Überhaupt: Die vergangenen Tage waren fordernd, körperlich und emotional. Sie boten der Bernerin aber auch genügend Zeit, «zu realisieren, was ich geleistet habe».

Kambundji freut sich sichtlich über die rund 50 Leute, die nur wegen ihr gekommen sind. «So bin ich noch nie empfangen worden», sagt sie. Besonders rührt sie, dass auch solche da sind, die ihr nicht nahestehen, sondern einfach mit ihr die Freude über die Medaille teilen wollen.

Nach den aufregenden Tagen in Katar gönnt sich Kambundji eine Auszeit. Schon am Dienstag geht es für ein paar Tage mit der Schwester und Kolleginnen ins Tessin, ehe es zu Hause ein paar Sachen zu erledigen gibt. «Danach will ich noch einmal in die Ferien, etwas weiter weg.»

red

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