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Betrunkener Hochspringer – das gabs schon früher

Iwan Uchow ist keine Ausnahme: Schon früher genehmigten sich sowjetische Athleten an Grossanlässen gerne einen Schluck, um die Nerven zu beruhigen.

Iwan Uchow ist eine zweifelhafte Ehre zuteil geworden. Er hat es geschafft, die sensationellen Leistungen von Asafa Powell und Usain Bolt an der Athletissima in Lausanne in den Schatten zu stellen. Der Russe genehmigte sich ein, zwei Gläser Wodka zu viel und erschien durch seine chancenlosen Versuche die Latte zu überspringen im Scheinwerferlicht der Medien.

Alkohol in der Leichtathletik? Gar nicht so abwegig, wie der Schwede Patrik Sjöberg, Sieger an den Olympischen Spielen 1984 im Hochsprung, meint: «Ich habe viele betrunkene Athleten gesehen. Allerdings nur nach den Wettkämpfen». Doch Sjöberg gibt zu, dass auch während den Wettkämpfen Alkohol floss: «Zu meiner Zeit ist dies noch vorgekommen. Es gab unter den Hochspringern der Oststaaten eine Philosophie, sich vor dem Wettkampf einen Schnaps zu genehmigen, um die Nerven zu beruhigen. Aber das war nichts im Vergleich zu Uchow.»

Alkohol nicht verboten

Dass Uchow der Übeltäter war, erstaunt Johnny Holm, Trainer des schwedischen Hochspringers Stefan Holm, nicht: «Er ist allgemein ein bisschen sonderlich. Ich habe ihn noch nie mit einem Trainer an den Wettkämpfen gesehen. Zudem verkehren die russischen Hochspringer nicht wirklich mit den anderen Athleten».

Alkohol ist beim Hochsprung nicht offiziell verboten. Nicht erlaubt ist er lediglich beim Bogenschiessen und beim modernen Fünfkampf. Trotzdem muss Uchow nun mit einer Strafe des Russischen Leichtathletikverbandes rechnen.

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