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«Ägypten sollte wie die Schweiz regiert werden»

Squash-Legende Amr Shabana spielt in dieser Woche am GC-Cup in Zürich. Der vierfache Weltmeister schwärmt von Roger Federer und der Schweiz, die alte Politelite seiner ägyptischen Heimat kritisiert er scharf.

Warum sind die ägyptischen Squashspieler so erfolgreich und so spektakulär? Das liegt daran, dass uns die Trainer in der ersten Phase der Juniorenzeit grosse Freiheiten liessen. Niemand hat über Gebühr Wert auf Technik oder schulbuchmässige Laufarbeit gelegt. Es ging darum, Freude zu entfachen. Bis zum Alter von 12, 13 Jahren haben wir einfach alle möglichen Dinge ausprobiert. Auch wenn man Mangos mit dem Squashball vom Baum holt, verbessert man seine Treffsicherheit. Natürlich kamen später Taktik und Disziplin dazu, und heute spiele ich viele Longlines.

Der frühere ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak präsentierte sich gern als grosser Förderer des Squashsports. Wie viel hat seine Regierung den Sportlern wirklich geholfen? In Wirklichkeit gab und gibt es keine Verbindung zwischen den erfolgreichen Squashspielern und der Regierung. Die ägyptischen Champions wurden allesamt von ihren Eltern unterstützt und gefördert. Die Politiker kamen immer erst nach den Erfolgen an und liessen sich in den Medien feiern. Wenn ich die Zeitung las, fragte ich mich, was das soll. Wir wurden schlicht und einfach für Propaganda benutzt.

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