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Warnsignale und klare Botschaften von Trainer Hitzfeld

Die Schweiz will im Testspiel in Griechenland ihren guten Formstand auffrischen. Ottmar Hitzfeld verzichtet auf Experimente und seinen Captain.

In Piräus steht den Schweizern nach einem exzellenten Halbjahr ohne Fehltritt und rund sechs Wochen vor dem Wiedereinstieg in die WM-Qualifikation auf Zypern eine seriöse Standortbestimmung bevor. Hitzfeld wird gegen die Griechen zunächst bewusst auf Gökhan Inler verzichten. 33-mal in Serie nominierte er den Captain von Beginn weg, nun gewährt der Nationalcoach seinem Patron nach knapp dreieinhalb Jahren eine Pause und begutachtet den prominenten Frankfurter Rückkehrer Pirmin Schwegler.

Den Zeitpunkt für das Comeback Schweglers erachtet Hitzfeld als sinnvoll: "Für ihn ist es nach seiner langen Absenz wichtig, gerade in einem solchen Spiel beginnen zu können." Die Absicht des Deutschen zu erkennen, ist keine grosse Denksportaufgabe: Er rechnet in der Qualifikation für die Endrunde in Brasilien eher früher als später mit einer Gelb-Sperre eines zentralen Mittelfeldspielers - und stellt das Szenario schon einmal vorsorglich nach.

Hitzfeld lässt bei der Bestbesetzung seiner defensiven Zentrale nicht den geringsten Raum zur Spekulation offen: "Ich habe keinen Anlass, etwas umzustellen." Markant komplizierter ist die Lage in der offensiven Schaltstelle. Tranquillo Barnetta (Schalke), der anstelle von Inler die Captain-Binde tragen wird, und Granit Xhaka (Mönchengladbach) spielen in ihren Klubs keine Rolle - Shaqiri lässt sich wegen einer Verletzung in München pflegen, Derdiyok, der in Hoffenheim unter Beschuss geratene Stürmer, reiste körperlich und mental angeschlagen an.

Am gut abgestimmten Innenblock mit Johan Djourou und Steve Von Bergen hält Hitzfeld nach dem Transfer Djourous zu Hannover mehr denn je fest. Juventus Turins Offensiv-Verteidiger Stefan Lichtsteiner ist ohnehin die neben Inler und Benaglio einflussreichste Fixgrösse im SFV-Kreis. Und auch Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez ist weiterhin gesetzt, obwohl dieser nach der Entlassung von Felix Magath seinen Platz in Wolfsburg verloren hat.

Angesichts der zeitlichen Nähe zur heiklen Aufgabe gegen die unberechenbaren Zyprioten verzichtet Hitzfeld im Karaiskakis-Stadion in der eigenen Zone auf Experimente - und kalkuliert mit Marco Wölfli. Die nominelle Nummer 2 und nicht abermals das Basler Talent Yann Sommer vertritt den am nächsten Spieltag gesperrten Stammkeeper Diego Benaglio.

Mögliche Schweizer Startformationen:

Schweiz: Wölfli (Young Boys); Lichtsteiner (Juventus Turin), Djourou (Hannover), Von Bergen (Palermo), Rodriguez (Wolfsburg); Xhaka (Mönchengladbach), Behrami (Napoli), Schwegler (Eintracht Frankfurt), Barnetta (Schalke); Gavranovic (Zürich); Derdiyok (Hoffenheim).

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