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Bayern-Angreifer fehlt im Jahres-Endspurt

Im Spiel zwischen Bayern und Tottenham muss Kingsley Coman verletzt vom Feld . Der Franzose verdreht sich das Knie.

Bayern München gewinnt das Spiel gegen Tottenham, bangt aber um Kingsley Coman. Video: Teleclub.

Diese Szene tut schon beim Hinsehen weh. Es läuft die 24. Minute im Champions-League-Spiel gegen Tottenham, als es passiert. Bayern-Flügelspieler Kingsley Coman (23) knickt erst mit dem Knöchel, dann mit dem Knie und dann dem gesamten restlichen linken Bein auf der linken Aussenbahn weg, als er einen langen Ball erreichen will.

Der junge Franzose liegt auf dem Boden, krümmt sich vor Schmerzen. Sein Gesicht voller Sorge, er scheint zu ahnen, dass etwas kaputt gegangen ist. Seine Mitspieler Joshua Kimmich und Jérôme Boateng eilen herbei, der Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auch. Nach einer kurzen Behandlung leichtes Aufatmen: Coman muss zwar gestützt werden, kann aber den Platz auf eigenen Beinen verlassen. Er verlässt das Stadion noch während das Champions-League-Spiel gegen Tottenham läuft.

Die Diagnose von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kam nach Mitternacht: Coman erlitt einen Kapseleinriss im linken Knie. Zudem zerrte er sich die Bizepssehne und das Gelenk wurde gestaucht. «Das Knie wird für einige Zeit mit einer Schiene ruhiggestellt», teilte der Verein mit. Damit wird der Angreifer den Bayern im wichtigen Jahresendspurt in der Bundesliga gegen Bremen, Freiburg und Wolfsburg fehlen.

Für Coman ist es bitter. Immer wieder wird er von schweren Verletzungen zurückgeworfen. So musste Coman im vergangenen Jahr gleich zweimal wegen schwerer Bänderverletzungen am linken Fuss länger pausieren.

Damals sagte er in einem Interview in der französischen TV-Sendung «Téléfoot»: «Ich werde eine dritte Operation an meinem Fuss nicht akzeptieren. Genug ist genug. Vielleicht ist mein Fuss dafür nicht gemacht. Ich werde dann ein anderes Leben führen, ein anonymes Leben!»

Nicht nur wegen diesen Rücktrittsgedanken werden die Münchner hoffen, dass Comans Verletzung nicht allzu schlimm ist. Haben sie doch schliesslich in Nationalspieler Niklas Süle (Kreuzbandriss) und dem französischen Weltmeister Lucas Hernández (Sprunggelenk) aktuell bereits zwei Akteure, die bis ins kommende Jahr ausfallen.

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