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Wozniacki gewinnt Final der Breaks und Tränen

Das Frauen-Endspiel des Australian Open entwickelt sich im dritten Satz zum veritablen Drama. Nach dem Matchball fliessen Tränen.

Überwältigt von den Emotionen: Caroline Wozniacki schlägt nach dem verwandelten Matchball die Hände über dem Gesicht zusammen.
Überwältigt von den Emotionen: Caroline Wozniacki schlägt nach dem verwandelten Matchball die Hände über dem Gesicht zusammen.
Getty Images
Zwei Gefühlswelten: Wozniacki strahlt mit der Trophäe um die Wette, Simona Halep ist bitter enttäuscht.
Zwei Gefühlswelten: Wozniacki strahlt mit der Trophäe um die Wette, Simona Halep ist bitter enttäuscht.
AFP
Kampf auf Biegen und Brechen: Die Dänin führte im Entscheidungssatz mehrmals mit einem Break, aber Halep kam immer wieder heran.
Kampf auf Biegen und Brechen: Die Dänin führte im Entscheidungssatz mehrmals mit einem Break, aber Halep kam immer wieder heran.
Reuters
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Selten war ein Final in den letzten Jahren so packend wie dieser. Immer wieder wogte das Geschehen hin und her. Simona Halep sah mehrfach aus, als wäre sie schon geschlagen, bis zum letzten Ball dauerte es aber 2:47 Stunden. Beim Stand von 6:7 und 3:2 aus ihrer Sicht liess Halep die Turnierärztin auf den Platz rufen, um sich den Puls und den Blutdruck messen zu lassen. Manch einer befürchtete, dass die Partie mit einem Forfait enden könnte. Nach den Untersuchungen und einer Tablette ging es aber weiter für die Rumänin. Und wie! Mit 6:3 sicherte sie sich den zweiten Durchgang und erzwang einen Entscheidungssatz. Obwohl sie sich wiederholt an den Oberschenkel griff und nicht mehr den frischesten Eindruck machte.

Der dritte Satz begann nach einer zehnminütigen Hitzeunterbrechung um 21.20 Uhr Ortszeit bei immer noch 31 Grad Celsius – und brachte gleich bange Momente für Wozniacki. Erst hiess es 0:30, dann 40:40, ehe die Dänin doch noch ihren Service durchbrachte. Begünstigt von den schwachen Aufschlägen der zunehmend entkräftet wirkenden Gegnerin, schaffte Wozniacki anschliessend den Servicedurchbruch.

War das schon die Entscheidung? Nein! Nun begann das Drama erst richtig. Ein Doppelfehler Wozniackis bescherte der wieder stärker werdenden Halep im hart umkämpften dritten Game das Re-Break. Zuvor hatte die Rumänin fünf Chancen liegen gelassen. Dann war wieder Wozniacki mit dem Break an der Reihe, doch auch das reichte nicht. Halep glich umgehend aus – und ging darauf mit ihrem vierten Servicedurchbruch in diesem Satz 4:3 in Führung.

«Ich habe so lange auf diesen Moment hingearbeitet»

Wozniacki nahm ein Medical Timeout, liess sich am Knie behandeln und kam mit neuem Mut auf den Platz zurück. Der Lohn: das Break zum 4:4. Wenig später hiess es bei 5:4 und 40:30 für Wozniacki bei Aufschlag Halep Matchball. Und die Rumänin machte tatsächlich den Fehler, setzte den Ball mit der Rückhand aus bester Position ins Netz. Für die glückliche Siegerin ist es der erste Grand-Slam-Titel, nach zwei verlorenen Finals. Das bringt sie auch in der Weltrangliste zurück auf Platz 1. In der 2. Runde hatte Wozniacki 1:5 und 15:40 zurückgelegen, war eigentlich bereits ausgeschieden.

«Lasst mich erst einmal den Pokal umarmen. Ich habe so lange auf diesen Moment hingearbeitet», sagte Wozniacki bei der Siegerehrung mit zitternder Stimme. Sie sei am Morgen ein nervliches Wrack gewesen, ihr Verlobter habe sie aber beruhigt und habe deshalb wie ihr ganzes Team grossen Anteil am Triumph. Kurz nach dem Matchball hatte die neue Nummer 1 der Welt Tränen der Freude und der Erleichterung vergossen.

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