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Wawrinka packt Koffer – schwacher Federer beisst sich durch

An seinem 32. Geburtstag verliert Stan Wawrinka in Miami gegen den jungen Deutschen Alexander Zverev. Roger Federer hingegen schlägt Roberto Bautista Agut.

Scheidet gegen den 19-jährigen Youngster Alexander Zverev aus: Stan Wawrinka.

Für Stan Wawrinka endet das ATP-1000-Turnier von Miami im Achtelfinal. Der Lausanner verliert gegen den 19-jährigen Youngster Alexander Zverev (ATP 20) 6:4, 2:6, 1:6.

An seinem 32. Geburtstag liess Wawrinka nach gutem Beginn und gewonnenem Startsatz bei den feuchtwarmen Bedingungen mit Temperaturen über 30 Grad abrupt nach. Zverev wurde mit zunehmender Spieldauer immer stärker und marschierte im Finish förmlich zu seinem zweiten Sieg im zweiten Vergleich mit Wawrinka.

Als dem Deutschen im Entscheidungssatz das zweite Break zum 3:0 gelang, war die Entscheidung gefallen. Zu erschöpft wirkte Wawrinka, um wie Zverev beim letzten Duell im Final von St. Petersburg im letzten Jahr ein 0:3 im Entscheidungssatz noch wettzumachen.

Erhält vom deutschen Youngster kein Geburtstagsgeschenk: Stan Wawrinka. (28. März 2017)
Erhält vom deutschen Youngster kein Geburtstagsgeschenk: Stan Wawrinka. (28. März 2017)
Luis M. Alvarez, Keystone
Schlägt Wawrinka bereits zum zweiten Mal: Alexander Zverev. (28. März 2017)
Schlägt Wawrinka bereits zum zweiten Mal: Alexander Zverev. (28. März 2017)
Erik S. Lesser, Keystone
Handshake: Roger Federer (links) und Alberto Bautista Agut. (28. März 2017)
Handshake: Roger Federer (links) und Alberto Bautista Agut. (28. März 2017)
Luis M. Alvarez, Keystone
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Sehr starker Gegner

Er hatte es aber auch mit einem sehr starken Gegner zu tun, dessen Aufschlag dem Gegenüber nur wenig Chancen zuliess. Zverev hatte Wawrinka schon im letzten Herbst im Final von St. Petersburg eine Niederlage zugefügt, die erste in einem Final nach zuvor elf Siegen in Folge und die erste nach seinem Triumph am US Open. Es war das bisher einzige Duell zwischen den beiden, und Zverev ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. «Er ist gut, er ist jung, er wird seinen Aufstieg fortsetzen», ist Wawrinka überzeugt.

Allzu enttäuscht war Wawrinka hinterher nicht. Er richtete den Blick umgehend nach vorne: «Niederlagen wie diese sind nicht schlimm, der Tag ist kein schlechter. Ich fühle mich gut, spiele auf einem guten Niveau und bin motiviert.» Er werde sich ein paar Tage erholen und dann bestmöglich vorbereitet die lange Sandplatzsaison in Angriff nehmen.

Federer steht im Viertelfinal

Roger Federer hingegen steht in Miami zum 12. Mal im Viertelfinal. Er bezwingt in der Runde der letzten 16 Roberto Bautista Agut 7:6 (7:5), 7:6 (7:4). Nächster Gegner ist Tomas Berdych.

Roger Federer ist weiter im Hoch, er gewinnt auch gegen Roberto Bautista Agut. (Video: Tamedia/AP)

Federer genügte eine, gemessen an seinen Auftritten seit dem Comeback, durchschnittliche Leistung zum neuerlichen Erfolg über Bautista Agut. Nach zuvor fünf klaren Niederlagen zwang der Spanier Federer erstmals in ein Tiebreak. Als dem 28-jährigen Vielspieler das Break zum 5:4 gelungen war, lag gar der erste Satzgewinn in Reichweite. Federer antwortete aber mit acht Punkten in Folge und setzte sich im Tiebreak 7:5 durch.

Federers Service nicht wunschgemäss

Im zweiten Satz behielt Federer erneut im Tiebreak die Oberhand, nachdem Bautista Agut zu Beginn einen Breakrückstand wettgemacht hatte. Vor allem der eigene Service funktionierte bei Federer aber nicht wunschgemäss. Nur 49 Prozent seiner ersten Aufschläge landeten im Feld.

Im Viertelfinal bekommt es Federer mit Tomas Berdych zu tun. Gegen den 31-jährigen Tschechen führt der Schweizer in den Direktvergleichen mit 17:6. Die letzten sechs Duelle hat er gewonnen, zuletzt am Australian Open in drei Sätzen.

Setzt Federer bei seiner ersten Teilnahme in Miami seit 2014 seinen Lauf fort, könnte er in der Weltrangliste weiter an Boden gutmachen. Im Optimalfall wird der Australian-Open- und Indian-Wells-Sieger nächste Woche bereits wieder auf Platz 4 vorrücken. Nur die noch im Turnier vertretenen Rafael Nadal und Kei Nishikori können dies noch verhindern.

si/chk

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