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Venus Williams erneut souverän

Venus Williams beeindruckt beim Zurich Open weiter. Die Wimbledon-Siegerin liess bei ihrem zweiten Auftritt im Hallenstadion der Italienerin Francesca Schiavone keine Chance.

Im Halbfinal: Venus Williams.
Im Halbfinal: Venus Williams.
Keystone

Die ältere Williams-Schwester entliess die Kämpferin aus Norditalien (WTA 23) nach einem anfänglichen Break-Festival mit einem eindeutigen 6:3, 6:3 und setzte sich damit auch im fünften Direkt- Duell durch. In vier Sätzen hat Williams gerade einmal 13 Games abgegeben. Sie war mit ihrem Arbeitstag zufrieden: «Sie ist eine gute Wettkämpferin, hat aber vielleicht manchmal etwas viel riskiert, aber für mich war das gut», so Venus Williams.

Bei ihrer fünften Zürich-Teilnahme steht Venus Williams damit zum dritten Mal unter den letzten vier, sowohl 1998 als auch 1999 setzte sie sich dann auch im Halbfinal durch. Dort trifft die Amerikanerin nun auf Ana Ivanovic (Ser/2) oder Petra Kvitova (Tsch).

Pennetta wieder im Aufwind

Flavia Pennetta erschien nach dem 7:5, 6:2-Sieg gegen Katarina Srebotnik (Sln, WTA 21) mit einer grossen Eispackung am Ellbogen des Schlagarms zur Pressekonferenz. Befürchtungen, dass die Weltnummer 17 an ernsthaften Problemen leidet, zerstreute sie aber sofort: «Kein Grund zur Besorgnis, aber am Ende des Jahres tut einem immer etwas weh, an einem Tag der Fuss, dann der Arm, dann die Beine.»

Auf dem Platz hatte Pennetta keine Anzeichen von Schwierigkeiten erkennen lassen. Sie bestätigte ihren Vortagessieg gegen die Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic mit einer erneut soliden Darbietung. «Es ist toll, dass ich diesen Sieg bestätigen konnte», freute sich Pennetta, die an der Seite von Maria Kirilenko auch noch im Doppel-Halbfinal steht.

Nach einem schlechten letzten Jahr, gekennzeichnet durch eine Handgelenkverletzung und die schmerzhafte Trennung von Tennis-Beau Carlos Moya kurz vor der geplanten Heirat ging es heuer wieder aufwärts. Unter der Führung von Trainer Gabriel Urpi, einem einstigen spanischen Profi, hat Pennetta zwei Turniere gewonnen und insgesamt sechs Halbfinals auf vier Kontinenten erreicht. «Wir haben das ganze Jahr sehr hart und gut gearbeitet und das zahlt sich nun aus», erzählt die Süditalienerin mit Wohnsitzen in Verbier und Barcelona.

Fortschritte dank Aufschlag-Erkenntnis

Grosse Fortschritte hat sie speziell beim Aufschlag gemacht, mit dem sie nun viel mehr riskiert und dadurch auch zu Gratispunkten. Sie geniesst die für sie neue Weisheit, die sie erst im relativ fortgeschrittenen Tennis-Alter von 26 Jahren erlangt hat, sehr: «Es ist herrlich. Ich bin zwar nicht eine neue Spielerin, aber es gibt einem ein ganz anderes Selbstvertrauen, wenn man einen guten Aufschlag hat. Ich weiss nun, dass es auch bei 0:30 kein Wunder braucht, meinen Aufschlag noch zu gewinnen.»

Erste Italienerin in den Top ten?

Pennetta ist nach Francesca Schiavone im Vorjahr die zweite «Azzurra», die beim Zurich Open die Halbfinals erreicht und im südeuropäischen Duell gegen Anabel Medina Garrigues (WTA 30) auch leicht favorisiert. Die Spanierin profitierte zum zweiten Mal in Serie davon, dass ihre Gegnerin aufgeben musste. Nach Vera Swonarewa (beim Stande von 6:3, 3:0) erwischte es diesmal die im Turnier vorher so überzeugende Victoria Asarenka (WTA 18), die bei Satzgleichstand und einer Verletzungspause aufgab.

Mit einem weiteren Sieg würde Pennetta als erste Italienerin ins Endspiel von Zürich einziehen und zudem einer weiteren Premiere näherrücken. Noch nie war eine Spielerin aus Italien in den Top ten klassiert. «Das wäre natürlich toll, schauen wir einmal, was 2009 passiert», lacht Pennetta.

Der Milan-Fan, der mit seinem Spiel auf allen Unterlagen bestehen kann, hat nebst weiteren klassierungsmässigen Fortschritten noch ein grosses Ziel in seiner Karriere: «Es wäre mein Traum, einmal das Turnier von Rom zu gewinnen.»

Patty Schnyder im Doppel-Endspiel

Am Schlusstag des Turniers wird doch noch eine Schweizerin im Einsatz stehen. Patty Schnyder qualifizierte sich an der Seite von Anna-Lena Grönefeld (De) für das Endspiel der Doppel-Konkurrenz. Die Stuttgart-Siegerinnen bezwangen mit Katarina Srebotnik/Ai Sugiyama ein weiteres Weltklassepaar und dies, obwohl sie den zweiten Satz mit 0:6 verloren. Im Tie-Break, das anstelle des dritten Satzes ausgetragen wird, konterten Schnyder/Grönefeld dann mit 10:8.

si/cal

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