Zum Hauptinhalt springen

US Open: Federer hat den Final erreicht

Roger Federer steht zum fünften Mal in Folge im US-Open-Final. Der Schweizer setzte sich gegen seinen letztjährigen Endspiel-Gegner Novak Djokovic 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 durch.

Der 160. Matchgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier kann Federer zuversichtlich stimmen, in diesem Jahr doch noch zu einem Major-Sieg zu kommen. Der Baselbieter spielte überzeugend auf und revanchierte sich auf eindrückliche Weise für die Niederlage im vergangenen Januar im Australian Open-Halbfinal.

Zweiter Halbfinal erst am Sonntag

Auf wen Federer im Final trifft, entscheidet sich erst heute Sonntag. Das Match zwischen Andy Murray (ATP 6) und dem spanischen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal musste beim überraschenden Stand von 6:2, 7:6 (7:5), 2:3 für den Briten wegen Regens auf heute verschoben werden. Damit wird der US-Open-Final erstmals seit 1987 und erst zum dritten Mal überhaupt aller Voraussicht an einem Montag stattfinden.

20 Asse in zweieinhalb Stunden

Federer schlug nicht nur Djokovic, sondern war auch schneller als die Ausläufer des Hurricanes Hanna. Bereits kurz nach seinem Erfolg zog der Sturm über New York. Der zweite Halbfinal war rund eineinhalb Stunden nach Beginn Federer - Djokovic auf dem zweitgrössten Court in Flushing Meadows gestartet worden, was die Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadium, die sich auf zwei Halbfinals eingestellt hatten, mit Pfiffen quittierten.

Immerhin bekam das Publikum zweieinhalb Stunden lang einen Federer in Bestform zu sehen. Der Weltranglisten-Zweite ging dank aggressiven Grundlinienschlägen rasch 4:1 in Führung und servierte danach problemlos aus. Sein letztes Aufschlagsspiel mit zwei Assen und einem Aufschlagswinner stand stellvertretend für seine unglaubliche Stärke bei eigenem Service. Er Schlug 20 Asse. «Der Aufschlag hat mir einige schwierige Momente erspart», gestand Federer.

Nadal oder Murray?

Djokovic erspielte sich alle seine vier Breakchancen im zweiten Satz und nutzte eine davon zum 7:5. Ansonsten gab Federer den Ton an. Er bewegte sich gut, war mit seiner Vorhand viel effizienter als zuletzt und seine Passierschläge waren eine Augenweide. Den entscheidenden Unterschied im dritten Satz schaffte er mit dem 6:5 und gewann dann beim folgenden Aufschlagsspiel den Punkt der Partie, als er einen Smash von Djokovic mit einer Art Smash-Lob konterte.

Der Rest der Partie war bloss Formsache. Djokovic war nicht mehr auf der Höhe des Geschehens und hatte offensichtlich den Glauben an den dritten Sieg gegen Federer (im neunten Duell) verloren. Der Serbe, der in der Gunst des Publikums zuletzt tief gefallen ist, machte teilweise einen müden Eindruck. Federer war einzig bei den Returns phasenweise ein wenig passiv.

Für den Final hat Federer nun doch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Er kann sich in aller Ruhe auf das Highlight vorbereiten, während sein Gegner keinen Tag Pause haben wird. «Es wäre schon spezieller gegen Nadal zu spielen», meinte Federer. Einfacher wäre es aber wohl gegen Andy Murray. Der Schotte hat zwar bislang sehr gut gespielt, doch stand er noch nie in einem Grand-Slam-Final.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch