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Tsitsipas rastet aus und verletzt seinen Vater

Die junge Tennissaison hat ihren ersten Skandal: Der Grieche trifft am ATP-Cup beim Toben seinen Vater Apostolos mit dem Racket.

Zuerst verliert Stefanos Tsitsipas den ersten Satz im Tiebreak. Dann geht er auf den eigenen Vater los. (Video: Amazon Prime)

Vielleicht ist 2020 ja alles anders. Ein Tennisspiel, in dem Nick Kyrgios der besonnenere Akteur auf dem Court ist, das ist ungewohnt, ja spektakulär. Es ereignete sich in Brisbane am ATP-Cup im Duell des australischen «Bad Boys» gegen Stefanos Tsitispas. Der Grieche war nach dem Verlust des ersten Satzes im Tiebreak ausser sicher, fuchtelte auf dem Weg zur Bank wild mit dem Racket herum, schlug es zuerst auf eine Werbetafel und dann auf seinen Stuhl, wobei er dummerweise seinen daneben sitzenden Vater Apostolos am Unterarm traf. Dieser blutete und lief irritiert davon.

Eine der Eigenheiten des ATP-Cups ist, dass der Coach neben dem Spieler Platz nehmen darf – und im Falle von Tsitsipas ist dies sein Vater. Dieser hatte versucht, den Racketschwüngen seines Sohnes auszuweichen, allerdings erfolglos. Mutter Julia, die auf der Tribüne sass, eilte sofort herbei, um mit ihrem Sohn ein ernstes Wörtchen zu reden. Der 21-Jährige war aber so aufgebracht, dass er es in diesem Moment versäumte, sich bei seinem Vater zu entschuldigen. Glücklicherweise wurde dieser nur mit dem Racket touchiert, sonst hätte er eine ernstere Verletzung davontragen können.

Tsitsipas wurde von Schiedsrichter Mohamed Lahyani für sein Fehlverhalten verwarnt, im dritten Durchgang ein weiteres Mal, weshalb er dann mit einem Punktverlust bestraft wurde. Eine Busse dürfte er auch noch erhalten. Als sein Zorn etwas verflogen war, sagte der Sieger des ATP-Finale von London: «Es war ein Missgeschick, ich habe das nicht absichtlich getan. Das kann passieren.» Scherzend fügte er an: «Vielleicht wird mir mein Vater nun verbieten auszugehen. Vielleicht muss ich drei Tage lang in meinem Zimmer bleiben.»

Jedenfalls nicht auszudenken, wie gross der Aufruhr gewesen wäre, hätte sich Kyrgios eine solche Entgleisung geleistet. Der Australier, der sich mit 7:6, 6:7, 7:6 durchsetzte, sagte danach schalkhaft: «Ich kann mir das nicht leisten. Ich bin auf Bewährung.» Er konzentriert sich derzeit lieber darauf, Tennis zu spielen und Geld zu sammeln, um die Buschbrände in Australien zu bekämpfen.

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