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«Tennis ist heuchlerisch»

Der frühere Weltranglistenerste Ilie Nastase glaubt, dass sich die meisten Spieler auf dem Platz verstellen müssen.

«Beim Tennis geht das leider nicht mehr»: Ilie Nastase würde auf dem Platz gern mehr Emotionen wie im Fussball sehen.
«Beim Tennis geht das leider nicht mehr»: Ilie Nastase würde auf dem Platz gern mehr Emotionen wie im Fussball sehen.
Keystone

In den Augen von Ilie Nastase wäre das internationale Spitzentennis deutlich attraktiver, wenn die Profis ihre Emotionen auf dem Platz freier ausleben dürften. «Die Spieler sind nicht sie selber, weil sie es nicht dürfen. Nehmen wir den Fussball. Da gibt es keine Mikrofone auf dem Platz. Da schreien sich die Spieler noch an, provozieren und beschimpfen sich mit den übelsten Worten. Beim Tennis geht das leider nicht mehr», sagt Nastase, der am Dienstag seinen 70. Geburtstag feierte, in einem Interview mit der «Welt».

«Weshalb zum Teufel darf ein Spieler nach einem verlorenen Ballwechsel nicht ‹Shit› oder ‹Fuck› sagen. Was soll der Mist?», fragt der Rumäne, der sich auch an Strafen für vermeintliche Spielverzögerung stört, und bemerkt: «Wenn Rafael Nadal einen 20 Minuten langen Ballwechsel spielt, dann musst du ihm doch mehr als 25 Sekunden Pause bis zum nächsten Aufschlag geben. Es ist dumm, ihm da nicht mehr Zeit zu lassen.» Diese Regeln seien nicht von den Spielern gemacht worden, sondern von Leuten, die nie Sport getrieben hätten.

Dass nach dem frühen K. o. von Novak Djokovic in Wimbledon nun eine Wachablösung anstehen könnte, glaubt Nastase nicht: «Auch wenn er in Wimbledon mal eine seiner seltenen Niederlagen hinnehmen musste, wird er ähnlich dominant bleiben.» Die Top 3, Djokovic, Murray und Federer, seien für den Rest mehr oder weniger unerreichbar. Nadal dürfe man jedoch noch nicht abschreiben. «Er ist immer noch einer der besten Spieler, vielleicht ein bisschen müde, okay. Aber Sie sollten ihn nicht vergessen», so Nastase.

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