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So macht es tatsächlich keinen Spass

In Gstaad war Roger Federer nur noch ein Schatten seiner selbst. Wie geht es nun weiter mit ihm? Ein Kommentar.

Roger Federer blickt derzeit mehr Bällen hinterher, als er dies normalerweise tut.
Roger Federer blickt derzeit mehr Bällen hinterher, als er dies normalerweise tut.
Keystone

Keine Frage, Roger Federer war am Donnerstag in Gstaad bei seinem Einsatz gegen den bisher eher mediokren Deutschen Daniel Brands ausser Rand und Band. Und mit ihm offenbar auch einige der Journalisten, die diese Darbietung kommentierten. «Roger, wenn wir dir im Moment beim Tennisspielen zuschauen, dann fühlt sich das ein wenig an, als müssten wir das Sterben der eigenen Grossmutter erleben», schreibt der Kommentator der «BZ Basel» zu Federers aktueller Krise. Was für ein stupider, unzulässiger Vergleich! Tennis ist noch immer ein Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Und Federer befand sich nicht in einem Todeskrampf, er hat eine Partie verloren – und nicht die erste in seiner Karriere: Seinen 908 Siegen stehen 208 Niederlagen gegenüber. Das bedeutet nicht, dass man nach dieser Pleite einfach zur Tagesordnung übergehen kann, was Federer anbelangt. Aber die Relationen sollten diejenigen, die sich zu ihm äussern, schon bewahren.

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