Serena Williams erteilt der Nummer 1 eine Lektion

Caroline Wozniacki muss weiter auf ihren ersten Major-Titel warten. Die Weltranglistenerste war im US-Open-Halbfinal absolut chancenlos und unterlag Serena Williams 2:6, 4:6.

Unwiderstehlich: Serena Williams.

Unwiderstehlich: Serena Williams.

(Bild: Keystone)

Viele Fans im Arthur Ashe Stadium hatten Mitleid mit Caroline Wozniacki. Die Dänin kämpfte wie immer vorbildlich, konnte der unbändigen Kraft von Serena Williams aber nichts Gleichwertiges entgegensetzen. Im zweiten Satz erbarmten sich sogar die Statistiker der Freundin von Golf-Profi Rory McIlroy.

34:5 Winner

Als im Bereich Gewinnschläge das Verhältnis 23:0 zugunsten der 13-fachen Major-Siegerin Williams lautete, schrieben die Herren über die Zahlen Wozniacki den ersten Winner zu, obwohl Williams den Ball noch erreicht hatte. Zum Matchende war das Verhältnis mit 34:5 zwar etwas humaner, die Verbesserung hatte aus Sicht der Dänin aber bestenfalls kosmetischen Charakter. Williams' Dominanz war erdrückend; im Aufschlag (11 Asse) hatte sie einmal mehr ihre grösste Waffe.

Wozniacki führt das Ranking der WTA-Tour seit rund einem Jahr an, hat in diesem Jahr schon sechs Titel gewonnen, ist die Nummer 1 in der Jahreswertung und der Preisgeld-Rangliste. Auf höchster Stufe hat sie den Durchbruch aber noch nicht geschafft. Seit dem US Open 2009 wartet sie auf die zweite Finalteilnahme an einem Major.

Die Zweifel an ihrem Status werden nach der neuesten Niederlage nicht verstummen. Auf die Frage, ob sie sich nach einem solchen Match auch als Nummer 1 sieht, antwortete sie diplomatisch: «Ich bin die Nummer 1 und auch in der Jahreswertung. Das kann mir niemand nehmen. Serena hat aber unglaublich gespielt. An einem solchen Tag ist es gegen sie enorm schwer.»

Kerbers Höhenflug endet gegen Stosur

Weniger zu beissen an der Niederlage hatte die andere unterlegene Halbfinalistin. Angélique Kerber forderte nach starken Leistungen in diesem Turnier auch Samantha Stosur beim 3:6, 6:2, 2:6 und durfte kurzzeitig sogar vom Einzug ins Endspiel träumen. Auch wenn dieser Traum rasch wieder platzte, darf die Deutsche hoch zufrieden sein. In der Weltrangliste wird die Linkshänderin von Platz 92 auf 34 vorrücken.

si

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