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Roger Federer: «Du darfst nicht zweifeln»

Der Tennisstar bestreitet am Samstag am ATP-Finale gegen Stefanos Tsitsipas den Halbfinal. Er wirkt am Saisonende noch frisch.

Stefanos Tsitsipas gewinnt die ATP-Finals! Der Grieche setzt sich in einem hochstehenden Endspiel gegen den Österreicher Dominic Thiem durch.
Stefanos Tsitsipas gewinnt die ATP-Finals! Der Grieche setzt sich in einem hochstehenden Endspiel gegen den Österreicher Dominic Thiem durch.
Keystone
Obwohl Thiem den grössten Titel seiner Karriere verpasst, freut er sich über die Finalisten-Trophäe.
Obwohl Thiem den grössten Titel seiner Karriere verpasst, freut er sich über die Finalisten-Trophäe.
Keystone
Der Schweizer hat sich für das letzte Turnier des Jahres die Haare geschnitten und lässt den Bart wachsen.
Der Schweizer hat sich für das letzte Turnier des Jahres die Haare geschnitten und lässt den Bart wachsen.
Clive Brunskill/Getty Images
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Novak Djokovic konnte einem fast leid tun, dermassen einseitig waren am Donnerstag die Sympathien in der O2-Arena verteilt. Es ist freilich nichts Neues, dass Roger Federer der Liebling der Massen ist. Und dann trat der 38-Jährige beim 6:4, 6:3-Erfolg gegen den Belgrader auch noch auf, als sei er 28. Als Jimmy Connors 1991 am US Open seinen 39. Geburtstag gefeiert und den Halbfinal erreichte hatte, war das eine Sensation gewesen. Doch für Federer sind derartige Leistungen schon fast Normalität.

Das den Besten der Besten vorbehaltenen ATP-Finale findet jeweils am Ende einer langen, anstrengenden Saison statt. Doch der Superstar ist trotz fortgeschrittenen Sportleralters stets einer der Fittesten. Der Schweizer hat nun bei 17 Teilnahmen 16-mal den Halbfinal erreicht.

Mit viel Selbstvertrauen

Jede Niederlage sei schmerzhaft, erzählte Djokovic, «aber wenn du gegen deine grössten Konkurrenten antrittst, bekommt ein Sieg oder eine Niederlage noch etwas mehr Würze». Aber auch für Federer sind die Partien gegen den Serben und Rafael Nadal etwas Spezielles. Er nehme sich mit seiner Mannschaft sehr viel Zeit, diese Spiele vorzubereiten, berichtet er. «Diesmal war es über eine Stunde. Sonst sind es manchmal nur fünf Minuten, weil wir den Gegner nicht kennen oder der Fall klar ist. Das Letzte, was du gegen die Toprivalen tun willst, ist etwas unversucht lassen.»

Den Halbfinalgegner kannte Federer da noch nicht, aber er wusste, dass sich sowohl gegen Nadal als auch gegen Stefanos Tsitsipas eine ganz andere Begegnung entwickeln würde als noch gegen Djokovic. Das beunruhigte ihn allerdings nicht. «Nach diesem Sieg kann ich mit sehr viel Selbstvertrauen in den Halbfinal steigen.» Trotzdem werde er nicht schon vom Titel träumen. Triumphiert hat er in der O2-Arena nämlich seit 2011 nicht mehr.

Federer bleibt die Nummer 3

Erfreulich war für Federer, dass sich Nadal und Tsitsipas am Freitag in der O2-Arena fast drei Stunden lang bekämpften, während er im Londoner Queen’s Club ein kurzes Training absolvierte, um im Rhythmus zu bleiben. Er dürfte am Samstag um 15 Uhr Schweizer Zeit (live im Ticker) also frischer sein als der Grieche. Klar ist, dass Federer erneut gut aufschlagen und offensiv agieren muss. «In der Halle darfst du dich nicht hinterfragen, du darfst nicht zweifeln. Du musst nach vorne spielen, das habe ich gegen Djokovic geschafft, und das muss ich beibehalten», hielt er fest.

Mit zwei weiteren Siegen könnte er seine Saison krönen. Schon jetzt ist klar: Er wird sie hinter Nadal und Djokovic als Nummer 3 beenden – vor all den jungen Herausforderern.

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