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Mit der karierten Hose zur Pressekonferenz

Nach seinem sensationellen Sieg am French Open erschien Stan Wawrinka bestens gelaunt zur Medienkonferenz. Auch Roger Federer ist vom Sieg seines Landsmannes begeistert.

Triumph: Stan Wawrinka stemmt die Coupe des Mousquetaires in die Pariser Abendluft.
Triumph: Stan Wawrinka stemmt die Coupe des Mousquetaires in die Pariser Abendluft.
Reuters
Zweifacher Grand-Slam-Sieger: Stan Wawrinka bezwingt im Final in Paris Novak Djokovic.
Zweifacher Grand-Slam-Sieger: Stan Wawrinka bezwingt im Final in Paris Novak Djokovic.
Keystone
Fussball oder Tennis? Roger Federer konnte sich im St.-Jakob-Park trotz des Cup-Finals zwischen seinem FC Basel und dem FC Sion nicht restlos auf den Fussball konzentrieren.
Fussball oder Tennis? Roger Federer konnte sich im St.-Jakob-Park trotz des Cup-Finals zwischen seinem FC Basel und dem FC Sion nicht restlos auf den Fussball konzentrieren.
Twitter
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Es sei das Spiel seines Lebens gewesen, sagte ein überwältigter Stan Wawrinka, bevor er in Paris den Pokal, die Coupe des Mousquetaires, in die Höhe stemmte und mit ernster Miene der Nationalhymne lauschte. Letzte Woche war über die Abneigung des französischen Publikums gegen Wawrinka gesprochen worden. Offensichtlich empfand der Romand dies nicht so.

Während der ganzen zwei Wochen habe eine hervorragende Atmosphäre geherrscht, sagte Wawrinka, wie er sie praktisch noch nie erlebt habe. Auch von der Sprache her fühlte er sich sichtlich wohl: Ob er einige Worte auf Englisch an das Publikum richten könnte, wurde der Romand nach dem Spiel gefragt. Lieber nicht, antwortete dieser mit einem Schmunzeln, nun könne er endlich einmal Französisch sprechen, und dabei fühle er sich wohl.

Fast ebenso viel wie über sein Spiel war über die auffällige rot-weiss karierte Hose von Stan Wawrinka gesprochen worden. An der Pressekonferenz nach dem Spiel reagierte Wawrinka mit Humor darauf. «Offensichtlich bin ich der Einzige», meinte er auf die Frage, wem sie gefalle. Und hängte sie gleich vor dem Rednerpult auf, wie dieses Bild auf Twitter beweist:

«Ich bin so glücklich, dass ich gewonnen habe», sagte er. Er habe sich sehr gut gefühlt, doch als er zum Sieg aufgeschlagen habe, sei er doch sehr nervös gewesen. Und: «Ich bin sicher, dass Novak eines Tages [in Paris] gewinnen wird, er ist ein unglaublicher Spieler.»

Fairer Verlierer

Novak Djokovic, dem der minutenlange Applaus des Publikums bei der Siegerehrung Tränen in die Augen trieb, gratulierte auf dem Platz seinem Bezwinger auf Französisch. Er zeigte sich als fairer Verlierer: «Stan, du bist ein grosser Champion mit einem grossen Herzen, und du verdienst diesen Titel.» Er werde weiter versuchen, in Roland Garros zu siegen. «Ich komme nächstes Jahr wieder», versprach er. An der Pressekonferenz nach dem Match gestand Djokovic, vor dem Final angespannter als üblich gewesen zu sein. «Ich war vorbereitet. Ich fühlte mich körperlich gut», sagte er. Doch Stan habe einfach grossartig gespielt. Trotz allem sei er stolz auf seine Leistung.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Roger Federer, der auf Twitter nur ein Wort für seinen Kollegen fand: CHAMP.

Auch Serena Williams, die gestern das Frauenfinal in Roland Garros gewonnen hatte, zeigte sich begeistert. «Just wow!», twitterte sie. «Ich möchte auch so spielen!»

Bundesrat Alain Berset nannte Wawrinka den «König von Roland Garros».

Bundesratssprecher André Simonazzi war ebenfalls enthusiastisch:

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