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Federers Zauberschlag von Dubai

Mit einer zirkusreifen Einlage begeisterte der 77-fache Turniersieger Roger Federer die Fans im Startspiel von Dubai. In den Achtelfinals trifft er am Mittwoch auf Radek Stepanek.

«Von diesem Punkt wird man in Dubai in einem Jahr noch sprechen», war TV-Kommentator David Mercer sofort klar. Dank eines neuen Tennisdeals, der in der Schweiz die komplette Übertragung von ATP-500- und -1000-Turnieren ermöglicht, kamen am Montag auch die Zuschauer beim Teleclub in den Genuss von Roger Federers neustem Zauberschlag. Im zweiten Satz gegen Benjamin Becker schlug er bei 2:3 und 30:15 auf, kam aber gegen den Deutschen ab dem dritten Schlag in arge Bedrängnis.

Schon seine Schläge 4 und 5 – zwei reflexartige Rückhandbälle, ein Halbvolley und ein Volley – waren von bemerkenswerter Güte. Er wurde darauf vom Deutschen aber überlobbt und sprintete zurück an die Grundlinie, von wo er den Ball in einer Seelenruhe und mit dem Rücken zum Netz zwischen den eigenen Beinen hindurch zurückspielte – ebenfalls als Lob. Dieser landete so präzise nahe der Seitenlinie, dass Becker ihn nur noch in letzter Not erlaufen konnte und Federer darauf keine Mühe mehr hatte, den Ball zum Winner ins Feld abtropfen zu lassen. Er gewann die Partie 6:1, 6:4.

«Ich weiss, dass ich das kann»

Schon zwei Schläge vor dem Lob habe er gedacht, das schaffe er nicht mehr, sagte Federer. «Beim Zurücklaufen dachte ich, dass er nun ziemlich nahe am Netz stehen dürfte, deshalb versuchte ich einen Lob, anstatt den Ball wie üblich zu schlagen. Es klappte perfekt, und ich bin froh, dass ich ihn nicht ins Aus schlug. Indem er ihn nochmals zurückbrachte, machte er den Ballwechsel noch spezieller.» Er wisse, dass er zu solchen Schlägen fähig sei, «aber ich erhalte selten die Möglichkeit dazu».

Im Achtelfinal trifft Federer am Mittwoch auf Radek Stepanek (ATP 48), der Michael Russell (USA) 5:7, 6:3, 6:1 bezwang. Der fünffache Dubai-Sieger aus Basel führt gegen den 35-jährigen Tschechen mit 12:2 Siegen.

Weiterhin von Handgelenk-Problemen geplagt wird derweil der Weltranglistenfünfte Juan Martin Del Potro. Der Argentinier musste in der Startrunde gegen Somdev Devvarman aufgeben, nachdem er den ersten Satz verloren hatte.

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