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Federers Sieg des Jahres

Während Sturm Hanna Verspätung hatte, kämpfte und siegte Roger Federer. Er wies Novak Djokovic in vier Sätzen in die Schranken und realisierte seinen wichtigsten Sieg der Saison.

Die Region New York blickte gestern Mittag gebannt auf die Ausläufer des tropischen Sturms Hanna. Während sie auf sich warten liessen, erledigte Roger Federer seinen Halbfinal beim US Open gegen Novak Djokovic selber wie ein Wirbelwind und liess sich auch durch den Verlust des 2. Satzes nicht stoppen. In 4 Sätzen stürmte er in seinen 17. Grand-Slam-Final, wo er auf Murray oder Nadal trifft.

Djokovic hatte kein leichtes Turnier, er hatte das Publikum nach dem Sieg über Roddick mit unbedachten Worten gegen sich aufgebracht. Als Folge davon hatte Federer mehr denn je an einem Majorturnier ein Heimspiel, die Stimmung erinnerte teilweise an den Davis-Cup. Das schmälert seine Leistung nicht. Der Druck war auch so gross genug. Mit einer Niederlage hätte er in Flushing Meadows erstmals nach 32 Siegen und 5 Jahren wieder verloren und Djokovic die Tür geöffnet, ihn mit einem Finalsieg auch vom 2. Rang der Weltrangliste zu verdrängen.

Für Federer war der gestrige Sieg zweifellos sein bisher wichtigster der Saison. Selbst wenn er den Final verlieren sollte, hat er in New York klargestellt, dass seine «Krise» doch nicht so schlimm ist, wie sie nach den jüngsten Niederlagen scheinen mochte, dass er die Entthronung als Wimbledon-Champion und Nummer 1 verkraftet hat und bereit ist, sich seinen Platz an der Spitze zurückzuerobern.

Offensichtlich wurden in New York auch zwei andere Aspekte: Der Baselbieter ist, mit 27 Jahren und nach seinem schwierigsten Jahr als Spitzenspieler, beliebter denn je. Die Art, wie er sich allen Widerwärtigkeiten stellte, hat ihm weitere Sympathien eingetragen. Gezeigt hat sich zudem, dass jene, die Federers Gold im Doppel verniedlicht hatten und es als Trostpreis darstellten, fernab der Realität kommentierten. Vielleicht nur wegen dieser Goldmedaille, die ihm die Spielfreude, Motivation und viel Selbstvertrauen zurückbrachte, hat er nun die Chance, den 13. Grand-Slam-Titel zu holen.

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