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Federer und Wawrinka auf Kurs – Murray out

Roger Federer hat am Masters-1000-Turnier von Cincinnati auch die Hürde Bernard Tomic genommen. Stanislas Wawrinka bestätigte gegen Kei Nishikori seinen Exploit vom Vortag.

Fast makellos am Netz: Federer war mit elf von zwölf Angriffen erfolgreich.
Fast makellos am Netz: Federer war mit elf von zwölf Angriffen erfolgreich.
Keystone

Gegen Bernard Tomic (ATP 49) gelang Roger Federer ein Traumstart: Der Weltranglistenerste nahm dem 19-Jährigen auf Anhieb den Aufschlag ab. Bei eigenem Service bekundete Federer in der Folge keine Probleme – er gab im ersten Satz nur sechs Punkte ab, obwohl lediglich 50 Prozent seiner ersten Aufschläge im Feld landeten. Im zweiten Durchgang sorgte der Schweizer mit dem insgesamt dritten Break zum 4:3 für die Vorentscheidung. Danach liess er nichts mehr anbrennen und verwertete nach 62 Minuten mit dem siebten Ass seinen ersten Matchball. Federer wies insbesondere bei den Gewinnschlägen (27:12) deutliche Vorteile auf, am Netz agierte er nahezu fehlerlos und erzielte elf Punkte bei zwölf Angriffen. Es war für den Schweizer der dritte Sieg im dritten Duell mit Tomic.

Der Wechsel von Rasen auf Hartplatz sei nicht leicht gewesen, sagte Federer. Die Bälle würden viel mehr aufspringen und seien viel schneller als in Wimbledon. Er sei froh, dass ihm die Umstellung so rasch gelungen sei. In der Runde der letzten acht bekommt es der Turnierfavorit mit Mardy Fish zu tun. Der US-Amerikaner, die Nummer 20 der Weltrangliste, trat bisher ebenfalls sehr souverän auf und gab in drei Spielen nur 15 Games ab. In seinem Achtelfinal bezwang er den Tschechen Radek Stepanek 6:3, 6:3.

Federer trifft bereits zum neunten Mal auf Fish, sieben Partien entschied er für sich. Die bislang einzige Niederlage erlitt er 2008 in Indian Wells. Auch in Cincinnati traten Federer und Fish schon gegeneinander an – 2010 im Final, als der Baselbieter in drei Sätzen triumphierte und seinen vierten Titelgewinn nach 2005, 2007 und 2009 realisierte. Der Hardcourt sei die bevorzugte Unterlage von Fish, der zudem Heimvorteil habe, deshalb werde er alle Hände voll zu tun haben, glaubt Federer.

Die Chance, dass Federer die Hauptprobe für das am 27. August beginnende US Open zum fünften Mal gewinnt, ist gestiegen, da der britische Olympiasieger Andy Murray in den Achtelfinals überraschend mit 4:6, 4:6 am Franzosen Jeremy Chardy (ATP 38) scheiterte. Murray liess insgesamt vier Breaks zu. Eine Woche zuvor hatte er in Toronto für die Achtelfinal-Partie gegen Milos Raonic wegen einer Knieverletzung Forfait erklärt.

Stanislas Wawrinka bestätigte derweil seinen Exploit vom Vortag. Der Waadtländer schlug nach David Ferrer auch Kei Nishikori. 6:3, 6:3 lautete das klare Verdikt zugunsten Wawrinkas. Der Schweizer hatte sein grosses Plus im Aufschlag, wenn der erste Ball sein Ziel fand, gewann er 92 Prozent aller Punkte. Die nächste Aufgabe dürfte ein Stück schwieriger werden: Es geht gegen den Sieger der Begegnung zwischen Tomas Berdych und Milos Raonic.

si/wid

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