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Federer trotzt dem Wind mit Humor

Die Nummer 1 im Ranking will beim ATP-Turnier in Estoril den Rhythmus auf Sand finden. Das ist bei den windigen Verhältnissen an Portugals Westküste alles andere denn ein Kinderspiel.

Begehrt, auch in Portugal: Fans bestürmen die Nummer 1 der Welt und möchten ein Autogramm.
Begehrt, auch in Portugal: Fans bestürmen die Nummer 1 der Welt und möchten ein Autogramm.
Keystone

Roger Federer trifft heute am späten Nachmittag beim ATP-250-Event im Badeort nahe Lissabons auf den deutschen Aussenseiter Björn Phau (ATP 138). Es versteht sich von selbst, dass der Klassenbeste aus dem Baselbiet der grosse Favorit ist, auch wenn es im Head to Head 1:1 steht. 1999 setzte sich Phau in Washington D. C. durch, 2007 fegte der Schweizer in Melbourne den Mann aus Darmstadt in drei Sätzen vom Court. Federer kennt die Verhältnisse an der Westküste Portugals bestens, schliesslich gewann er 2008 in einer schwierigen Phase seiner Karriere den kleineren Anlass im Tour-Kalender.

Locker und gelöst

Federer ist trotz zuletzt enttäuschenden Resultaten die Attraktion in der Ortschaft, wo sich die Oberschicht von Lissabon von ihren täglichen Strapazen erholt. Zum Training mit dem Portugiesen Rui Machado wurde er von vier Bodyguards begleitet, um dem Ansturm der rund 200 Fans Herr zu werden, wie der «Blick» weiss.

Der Tennis-Star präsentierte sich aber locker und gut gelaunt. «Nach dem Turnier in Rom und einer intensiven Trainingswoche freue ich mich auf dieses Turnier», erklärte der grosse Favorit. Der unberechenbare Wind an der Atlantik-Küste scheint ihm nicht grosse Sorgen zu bereiten. «Ich musste zum Augenarzt gehen, weil ich dann beim Training 3 Kilogramm Sand abbekommen würde», scherzte Federer. Der Profi betrachtete die heiklen und wechselnden Windverhältnisse im Stadion namens Estadio Nacional als Herausforderung.

Den ersten Sieg auf Sand im Visier

«Natürlich will ich das Turnier gewinnen. Als einziger Top-Ten-Spieler im Tableau habe ich hohe Erwartungen. Aber zuerst möchte ich meinen ersten Sieg auf Sand schaffen, nachdem ich in Rom gegen Gulbis verloren habe», meinte Federer, der in Rom gleich zum Auftakt am Letten gescheitert war. Der Weltranglisten-Erste blickte auch auf die grösseren Grand-Slam-Events in Paris und in Wimbledon voraus. «Wir werden sehen, wie schwierig es sein wird, meine Titel zu verteidigen. Ich kenne mein Spiel, meine Psyche und mein Körper sind gut vorbereitet. Die nächsten Wochen werden interessant, aber nicht ausschlaggebend sein, um zu sehen, wo mein Spielniveau anzusiedeln ist.»

Fürwahr wird sich in naher Zukunft zeigen, ob seine Zuversicht gerechtfertigt ist. Das Turnier in Estoril ist für Federer dazu da, Sicherheit, Rhythmus und Selbstvertrauen für die grösseren Aufgaben zu tanken – genau wie vor zwei Jahren.

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