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Federer scheitert nach fünf Matchbällen

Roger Federer ist am Masters-1000-Turnier von Paris-Bercy haarscharf am Finaleinzug vorbeigeschrammt. Trotz Breakführung und fünf Matchbällen im dritten Satz unterlag er Gaël Monfils 6:7, 7:6, 6:7.

Grösse in der Niederlage: Federer gratuliert Monfils.
Grösse in der Niederlage: Federer gratuliert Monfils.
Keystone

Federer hätte gegen den Weltranglisten-14. Monfils eigentlich gewinnen müssen, obwohl er in keiner Weise an die souveränen Auftritte gegen Richard Gasquet, Radek Stepanek und Jürgen Melzer anknüpfen konnte.

Als ihm im 28. Game der Partie endlich das erste Break zum 2:0 im dritten Satz gelang, schien der Weg in den Final frei. Doch der Baselbieter verspielte danach einen 4:1-Vorsprung, und konnte bei 6:5 und Aufschlag Monfils keinen seiner fünf Matchbälle verwerten. «Einmal hatte ich das ganze Feld offen und schaffte es nicht, den Ball zu platzieren. Das ist schon enttäuschend», so Federer.

Am Ende verdiente sich Monfils den Sieg, weil er in den letzten 20 Minuten mit enormer Laufarbeit und grosser Moral in die lange von den Aufschlägern deutlich dominierte Partie zurückfand. Im Tiebreak des entscheidenden dritten Satzes machte er keine Fehler mehr und verwertete gleich seinen ersten Matchball.

Zwei unerklärliche Fehler zum Schluss

Diese Konzentration stand ganz im Gegensatz zu Federer. Wer den Weltranglistenzweiten in den ersten drei Partien dieser Pariser Woche gesehen hatte, rieb sich verwundert die Augen: Dem Schweizer unterliefen unerklärliche Aussetzer in grosser Zahl. Zweieinhalb Sätze lang hielt ihn fast nur der starke Service im Spiel. Im finalen Tiebreak aber gab es keinen Raum mehr zur Korrektur. Zwei der letzten drei Ballwechsel endeten mit unerzwungenen Fehlern Federers.

Monfils trifft bei seinem Heimturnier am Sonntag auf den Schweden Robin Söderling, der im ersten Halbfinal den Franzosen Michaël Llodra nach drei abgewehrten Matchbällen noch in die Knie zwingen konnte.

si/ak

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