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Federer lässt die Schweiz jubeln

Die Schweiz steht in den Davis-Cup-Halbfinals. Federer und Wawrinka schaffen gegen Kasachstan die Wende. Nun wartet Italien.

Der Traum geht weiter: Roger Federer bringt die Schweiz in die Davis-Cup-Halbfinals.
Der Traum geht weiter: Roger Federer bringt die Schweiz in die Davis-Cup-Halbfinals.
Keystone
Alles unter Kontrolle: Federer zeigte unter Druck eine souveräne Leistung.
Alles unter Kontrolle: Federer zeigte unter Druck eine souveräne Leistung.
Keystone
Ratschläge in der Pause: Wawrinka im Gespräch mit Teamcaptain Severin Lüthi.
Ratschläge in der Pause: Wawrinka im Gespräch mit Teamcaptain Severin Lüthi.
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Dank den Siegen von Stanislas Wawrinka und Roger Federer in den letzten beiden Einzeln bezwang die Schweiz die überraschend starken Kasachen doch noch mit 3:2 und empfängt nun Italien.

Den Schlusspunkt in Genf setzte Federer, der erstmals in seiner 15-jährigen Davis-Cup-Karriere das entscheidende fünfte Spiel zu bestreiten hatte. Der Weltranglistenvierte bezwang Andrei Golubew 7:6, 6:2, 6:3 und machte damit den ersten Schweizer Halbfinaleinzug seit 2003 perfekt. Die Halbfinals finden vom 12. bis 14. September statt. Wahrscheinlich wieder in Genf.

«Ich bin sehr zufrieden und natürlich auch erleichtert», erklärte Federer. Überraschend sei die Wende für ihn aber nicht gewesen: «Ich habe fest daran geglaubt, dass wir es schaffen. Mein Dank gilt Stan, der es mir ermöglicht hat, die entscheidende Partie zu spielen.»

Wawrinka korrigiert Fehlstart

Wawrinka wurde in seinem zweiten Einzel seiner Favoritenrolle gerecht. Er bezwang Michail Kukuschkin in vier Sätzen und glich zum 2:2 aus. Nach über drei Stunden verwertete der Australian-Open-Champion mit dem 26. Ass seinen ersten Matchball zum 6:7, 6:4, 6:4, 6:4.

Dem 29-jährigen Romand muss eine riesige Last von den Schultern gefallen sein. Auch am Sonntag kämpfte er zunächst mehr mit der Nervosität als mit seinem Gegner. Trotz - oder gerade wegen - fast 16'000 heissblütigen Fans in der Genfer Palexpo-Halle hatte er an den ersten beiden Tagen sein übliches Rendement nicht erreicht.

«Ich musste hart kämpfen»

Gegen Kukuschkin (ATP 56) konnte er sich aber auf einen enorm starken Aufschlag verlassen. Im ersten Satz nützte ihm dies nichts, da er zwei Breakchancen nicht nützen konnte. Im Tiebreak, dem fünften an diesem Wochenende, setzte es für die Schweizer zum fünften Mal eine Enttäuschung ab. Zum 3:2 im zweiten Satz gelang Wawrinka dann endlich der erste Aufschlagdurchbruch - ab da war er endgültig der Chef auf dem Platz.

Bis zum Ende kam Kukuschkin nie in die Nähe eines Breaks. So reichte dem Romand je ein Break in den Sätzen 2, 3 und 4 zum hart erkämpften Sieg. «Ich musste hart kämpfen», sagte der strahlende Wawrinka, nachdem er die Ovationen der Fans entgegengenommen hatte.

Fognini zieht Murray und Grossbritannien den Zahn

Der Schweizer Halbfinalgegner Italien steht erstmals seit 1998 in der vorletzten Davis-Cup-Runde. Die Vorentscheidung gegen die Briten schaffte Fabio Fognini mit einem eindrücklichen Dreisatzsieg über Andy Murray. Im abschliessenden Einzel war dann Andreas Seppi für James Ward eine Nummer zu gross.

Auch Frankreich korrigierte gegen Deutschland seinen Fehlstart auf eindrückliche Weise. Das Team von Captain Arnaud Clément liess dem Erfolg im Doppel zwei weitere problemlose Siege in den abschliessenden Einzeln folgen. Jo-Wilfried Tsonga (ATP 12) und Gaël Monfils (ATP 35) liessen sich von Tobias Kamke (ATP 96) und Peter Gojowczyk (ATP 119) nicht noch einmal überraschen und holten die beiden Siege zum 3:2 ohne Satzverlust.

Die Franzosen empfangen nun Tschechien. In Tokio gewann der Titelverteidiger gegen Japan klar 5:0. Die Tschechen verkrafteten das Fehlen ihrer Nummer 1 Tomas Berdych wesentlich besser als die Asiaten den verletzungsbedingten Ausfall ihres Leaders Kei Nishikori.

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