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Federer kämpft sich in den Halbfinal

Roger Federer hat den Viertelfinal des US Open gegen Aussenseiter Gilles Muller mit 7:6 (7:5), 6:4, 7:6 (7:5) gewonnen. Im Halbfinal trifft der Schweizer am Samstag auf Novak Djokovic.

Balsam für die Seele: Federer steht im Halbfinal.
Balsam für die Seele: Federer steht im Halbfinal.
Keystone

Damit hat der Baselbieter zum 18. Mal in Folge den Halbfinal in einem Grand-Slam-Turnier erreicht - eine grossartige Bilanz.

Federer erfüllte gegen den erstaunlichen Qualifier, der zuletzt die Weltnummer vier Nikolai Dawidenko eliminert hatte, die Pflicht: Ohne grossen Kraftaufwand kam er zu seinem 32. Sieg in Folge in New York, was angesichts der anstehenden Aufgabe am Samstag im Halbfinal von Bedeutung sein kann.

Passive Spielweise

Es war keine spektakuläre Vorstellung von Federer, es war schlicht ein Arbeitssieg. Der Baselbieter war bemüht, möglichst wenige Fehler zu begehen. Phasenweise wirkte er sogar passiv. Er suchte weniger oft den Weg zum Netz als noch gegen Igor Andrejew und machte kaum Druck mit seiner Vorhand. Doch reichte ihm jeweils eine kleine Leistungssteigerung gegen Ende der Sätze.

Im ersten Umgang kam er erst im zwölften Game zu seinen ersten Breakmöglichkeiten, die gleichzeitig Satzbälle waren. Er vergab davon fünf an der Zahl. Muller, der am meisten Asse im Turnier geschlagen hat, war jeweils mit ersten Aufschlägen zur Stelle. Die Vorentscheidung im Tiebreak fiel mit dem Ballwechsel zur 6:4- Führung von Federer. Es was das Highlight der Partie: Der Schweizer agierte aus der Defensive hervorragend, brachte ein Smash zurück und sicherte sich den Punkt mit einem schönen Rückhand-Passierball.

Der Linkshänder Muller war vorab bei eigenem Aufschlag stark, zumindest bis zur entscheidenden Phase in den Sätzen. Im zweiten Durchgang musste er nicht einmal über Einstand gehen, bevor er das erste Break zum 4:6 kassierte. Federer nutzte seinen dritten Satzball. Im letzten Satz konnte der Luxemburger beim Stand von 4:4 zwei Breakbälle abwehren, bevor er sich wiederum im Tiebreak geschlagen geben muss.

Der Schweizer hielt sich mit dem ungefährdeten Sieg im Rennen um den fünften US-Open-Titel in Folge. Doch er wird im Halbfinal zweifellos aggressiver spielen müssen, um die schwere Aufgabe gegen den Australian-Open-Sieger Novak Djokovic erfolgreich zu bewältigen. Gegen den Serben hat er zwar ein deutlich positive Bilanz, verlor aber die letzte Begnung auf Hartplatz (im Halbfinal des Australian Open).

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