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Er will der beste Spieler der Geschichte werden

In der vergangenen Saison machte Bernard Tomic mehr mit Eskapaden neben dem Tennisplatz von sich reden als mit guten Ergebnissen auf dem Platz. Das lässt den Australier aber keineswegs zurückhaltend werden.

Ins Trudeln gekommen: Bernard Tomic, hier während der verlorenen Partie gegen Richard Gasquet in Bangkok. (28. September 2012)
Ins Trudeln gekommen: Bernard Tomic, hier während der verlorenen Partie gegen Richard Gasquet in Bangkok. (28. September 2012)
Keystone
«Eine Schande»: Tomics lustloser Auftritt gegen Andy Roddick am US Open erzürnte John McEnroe. (31. August 2012)
«Eine Schande»: Tomics lustloser Auftritt gegen Andy Roddick am US Open erzürnte John McEnroe. (31. August 2012)
Keystone
Davis-Cup: Tomic bei seiner Niederlage im Spiel gegen Florian Mayer während der Davis-Cup-Playoffs gegen Deutschland. (16. September 2012)
Davis-Cup: Tomic bei seiner Niederlage im Spiel gegen Florian Mayer während der Davis-Cup-Playoffs gegen Deutschland. (16. September 2012)
Keystone
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Die Saison 2012 ist für Bernard Tomic zum Vergessen. Der 20-Jährige verlor mehr Matches, als er gewinnen konnte, und rutschte in der Weltrangliste von Position 27 im Juni auf Rang 52 Anfang Dezember ab. Zudem beschuldigten ihn Wimbledon-Offizielle, nach seiner Erstrundenniederlage einen Platz demoliert zu haben und das öffentliche Geständnis, in Shanghai nur 85 Prozent seiner Leistung abgerufen zu haben, trug ebenfalls nicht zur Beruhigung bei. Als ob der sportliche Misserfolg nicht genug wäre, sorgte Tomic jüngst für negative Meldungen neben dem Tennisplatz. So prügelte er sich mit einem Freund, bis die Polizei einschreiten musste, und mit seinem Sportwagen machte er die Strassen der australischen Gold Coast unsicher.

Die Quittung für seine mangelhafte Einstellung kam dann letzte Woche: Australiens Davis-Cup-Captain Patrick Rafter nominierte Tomic nicht für den ersten Einsatz im Februar gegen Taiwan. «Patrick hat früh die Entscheidung getroffen, dass Bernard in der ersten Begegnung im nächsten Jahr nicht ausgewählt wird», so Verbandspräsident Craig Tiley zur Melbourner Tageszeitung «The Age». «Als Team denken wir, dass es Teil der Verpflichtung ist, die wir von unseren Athleten erwarten und die sie gegenüber dem Sport haben, stets 100 Prozent Engagement und Leistung für ihr Land zu geben.» Zudem berichtete die Zeitung, dass der australische Verband 2013 Tomics finanzielle Unterstützung reduzieren wird.

«Jetzt ist es für ihn an der Zeit, das Reden seinem Racket zu überlassen»

Gross beeindrucken liess sich der jüngste Gewinner eines Australian-Open-Spiels aber nicht. Wie er in einem Bericht des australischen TV-Senders Queensland News sagt, sei er sowieso nie für die Davis-Cup-Partie gegen Taiwan vorgesehen gewesen. «Ich werde die Zeit für die Vorbereitung auf Turniere in Amerika nutzen», so Tomic. Und gleich darauf folgte die selbstbewusste Ansage an alle seine Kritiker: «Ich werde eines Tages der beste Spieler sein, der dieses Spiel je gespielt hat.»

In der Situation, in der sich Tomic jetzt befindet, ist guter Rat teuer. Diesen bekommt er von der australischen Doppellegende Todd Woodbridge. Der 16-fache Grand-Slam-Gewinner sagt gegenüber der Zeitung «Herald Sun»: «Jeder kennt die Angelegenheit. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, das Reden seinem Racket zu überlassen.»

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