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Was für ein Federer-Ballwechsel!

So spektakulär kann Tennis sein: Bei 4:5 im zweiten Satz zeigt Roger Federer fantastische Ballkunst.

Der beste Ballwechsel des Spiels zwischen Roger Federer und Roberto Bautista. Video: AP

Roger Federer läuft zum Netz, wischt sich den Schweiss von der Stirn und presst die Lippen zusammen. Er schüttelt die Hand von Roberto Bautista und sagt ein paar nette Worte. Seine Mimik will heissen: war knapp, war eng. Tatsächlich bleibt die Achtelfinal-Partie lange umkämpft, bis Federer im zweiten Tie-Break alles klar macht und 7:6, 7:6 siegt.

«Ich konnte nicht mein bestes Tennis zeigen heute», sagt Federer nach dem Spiel und weist darauf hin, dass er bereits im ersten Aufschlagspiel des Spaniers drei Breakbälle ungenutzt liess. Auch die Sonne plagt ihn. Weil sie von der Seite auf den Platz scheint, sieht er den Ball nicht optimal und traut sich plötzlich nicht mehr, an die Linien heran zu spielen. Flüche («Dammi nomal») rutschen ihm über die Lippen, Fehler schleichen sich ein. «Aber umso schöner ist es, wenn ich solche Spiele trotzdem gewinnen kann und einen Weg finde», sagt Federer.

Video – Federer erkämpft sich den Miami-Viertelfinal:

Der Schweizer weiter im Hoch: Federer gewinnt auch gegen Roberto Bautista Agut. (Video: Tamedia/AP)

Schön ist auch der beste Ballwechsel des Spiels. Federer jagt Bautista von links nach rechts, spielt den Ball nonchalant per Halbvolley ins Feld, kommt selbst in Bedrängnis und kann dann den Spanier zum Fehler zwingen.

Federers Jahresbilanz steht nun bei 16 Siegen gegenüber einer Niederlage. Damit egalisiert er seinen besten Saisonstart. Ist das der beste Federer der Geschichte?, wird er nach seinem Sieg gefragt. «Schwer zu sagen. Vielleicht in der Offensive, aber ja, ich glaube, ich bin ein besserer Spieler als noch vor zehn Jahren.»

Erhält vom deutschen Youngster kein Geburtstagsgeschenk: Stan Wawrinka. (28. März 2017)
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Luis M. Alvarez, Keystone
Schlägt Wawrinka bereits zum zweiten Mal: Alexander Zverev. (28. März 2017)
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Erik S. Lesser, Keystone
Handshake: Roger Federer (links) und Alberto Bautista Agut. (28. März 2017)
Handshake: Roger Federer (links) und Alberto Bautista Agut. (28. März 2017)
Luis M. Alvarez, Keystone
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Federer erhält nun einen Freitag («der ist Gold wert») und spielt erst morgen Donnerstag wieder, gegen den Tschechen Tomas Berdych. Ein «Power-Spieler», wie Federer sagt. «Grosser Aufschlag, riesige Vorhand.» Das Spiel findet am Tag statt - die Bälle werden also etwas schneller fliegen als noch in Melbourne. Dort spielten die beiden während einer Night Session.

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