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«Dieser Schiedsrichter bevorzugt Nadal»

Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga holt nach seinem Viertelfinal-Out gegen Rafael Nadal in Key Biscayne zum Rundumschlag aus.

Verärgert: Jo-Wilfried Tsonga, Nummer 6 der Weltrangliste.
Verärgert: Jo-Wilfried Tsonga, Nummer 6 der Weltrangliste.
Keystone

Tsonga wirft dem argentinischen Schiedsrichter Damian Steiner vor, er messe mit ungleichen Ellen. «Ich habe mich während der Partie wiederholt beschwert, weil es nötig war. Ich musste die Challenge beanspruchen und hatte viele, viele Male recht», erklärte der Franzose. Eine umstrittene Entscheidung gegen Nadal habe Steiner dagegen nicht getroffen: «Wenn der Ball ganz dicht an der Linie ist, würde er niemals auf Fehler von Rafa entscheiden, nur bei mir tut er das.»

Die sogenannte Challenge berechtigt einen Spieler dazu, eine Entscheidung mit dem elektronischen Hawk-Eye überprüfen zu lassen. Wenn der Athlet dreimal daneben gelegen hat, kann er aber keine weiteren Challenges mehr verlangen.

Tsonga, der gegen Nadal mit 2:6, 7:5, 4:6 den Kürzeren zog, ist sogar der Meinung, dass Steiner den Spanier bevorzuge, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen: «Wenn Rafa ihn nicht mögen würde, könnte er nicht mehr so viele Finals und Halbfinals leiten.» Zudem enervierte sich der Weltranglistensechste über die Ansetzungen in Key Biscayne. Während Nadal schon dreimal auf dem Center Court gespielt habe, seien die Bedingungen dort für ihn ungewohnt gewesen.

Nadal zeigte trotz des heftigen Angriffs ein gewisses Verständnis für Tsonga. Er betonte aber, dass er sich auch schon von einem Schiedsrichter betrogen gefühlt habe. So etwa im diesjährigen Australian-Open-Viertelfinal gegen Tomas Berdych. «Der Referee hat den Linienrichter im Tiebreak des ersten Satzes beim Stand von 6:6 nicht überstimmt, obwohl der Ball klar im Out war», so Nadal. Die Unparteiischen seien generell zurückhaltender geworden, da das Hawk-Eye ihre Entscheidungen widerlegen könne. Tsonga habe mit einem Teil seiner Kritik recht, schiesse aber über das Ziel hinaus.

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