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Roger Federer zwischen Magie und Mittelmass

Der 38-Jährige scheitert in London an Stefanos Tsitsipas. Das ATP-Finale dient als Spiegelbild der Saison des Baselbieters, der magische Momente, aber auch bittere Niederlagen erlebt hat.

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Adrian Ruch

Am Ende des Halbfinals steht Roger Federer mit leeren Händen da, während Stefanos Tsi­tsipas mit dem Filzstift nicht nur wie jeder Sieger auf der Linse der TV-Kamera signiert, sondern auch noch «strange things» draufschreibt.

In den vorangegangenen 97 Minuten sind in der prallvollen O2-Arena tatsächlich merkwürdige Dinge passiert. Federer sah rein äusserlich genau gleich aus wie 48 Stunden zuvor beim brillanten Auftritt gegen Novak Djokovic, doch spielerisch war er kaum wiederzuerkennen. Der Aufschlag war weit weniger präzis, mit der Vorhand unterliefen ihm ungewohnt viele Fehler. Und dann verschlug er im zweiten Game auch noch zwei Smashs und bot dem 17 Jahre jüngeren Widersacher das Break geradezu an. Der Grieche zögerte nicht, das Geschenk anzunehmen.

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