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Svindal steigt als Favorit in den Super-G

Aksel Lund Svindal gilt im WM-Super-G heute Mittwoch in Schladming als erster Anwärter auf Gold. Der Norweger weist in dieser Disziplin eine fast makellose Bilanz auf.

Swiss-Ski ist in der ersten Prüfung der Männer an dieser WM durch Didier Défago, Carlo Janka, Patrick Küng und Silvan Zurbriggen vertreten. Das Quartett kann die Aufgabe unbelastet angehen; die Erwartungen halten sich nach den überaus dürftigen Leistungen im Weltcup in sehr engen Grenzen. "Aufgrund der Resultate in diesem Winter können wir nicht davon ausgehen, dass es plötzlich möglich ist, vorne mitzufahren. Wir sind auf einen Exploit angewiesen", sagt Cheftrainer Osi Inglin. Als hoffnungslos taxiert der Schwyzer die Ausgangslage gleichwohl nicht. "Der Umstand, dass vielleicht das Wetter speziell sein wird und die Startnummern mitentscheidend sein können, gibt doch eine gewisse Zuversicht."

Die zu erwartende eher weiche Super-G-Piste kommt gemäss Inglin am ehesten Silvan Zurbriggen zupass - ausgerechnet dem Walliser, der sich den Startplatz erst in einer internen Qualifikation gegen Sandro Viletta gesichert hat. Auch Zurbriggen selber weiss um seine Chance auf einer weicheren Unterlage. "Da fühle ich mich um einiges wohler als auf dem viel aggressiveren Kunstschnee. Ich sehe diese Verhältnisse als Vorteil für mich."

Patrick Küng, der mit Rang 10 in Lake Louise (Ka) für die einzige Schweizer Top-Ten-Klassierung in den bisherigen vier Weltcup-Super-G gesorgt hat, hat in Schladming einen "Kaltstart" vor sich. Seit den Rennen in Kitzbühel stand Küng vor der Anreise nach Schladming nicht mehr auf den Ski. Selbst im konditionellen Bereich war das Training lediglich in beschränktem Umfang möglich.

Janka und Défago nehmen die Aussenseiter-Rolle gerne an. "Das kann auch ein Vorteil sein. Wir können ohne Druck fahren", sagt Défago. "An Weltmeisterschaften hat schon oft nicht der Favorit gewonnen", ergänzt Janka.

Werden die Ergebnisse der vier Weltcup-Super-G in diesem Winter als Massstab genommen, führt der Weg zum Titel über Aksel Lund Svindal. Der Norweger siegte in Lake Louise (Ka), Val Gardena und Kitzbühel und wurde zudem in Beaver Creek (USA) hinter Matteo Marsaglia Zweiter. Der Italiener bestätigte seinen unerwarteten Erfolg bei erster Gelegenheit mit Rang 2 in Gröden und ist neben Svindal der einzige Fahrer, der es in diesem Winter im Super-G mehr als einmal aufs Podest geschafft hat. Die Liste mit Svindals Herausforderern ist lang, die Ausgeglichenheit an der Spitze der ideale Nährboden für die eine oder andere Überraschung im wichtigsten Super-G der Saison.

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