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Super-G-Triumph für Riesenslalom-Dominator Ligety

Überraschendes Siegerpodest im WM-Super-G: Gold in Schladming geht an Ted Ligety, der mit zwei Zehnteln Vorsprung vor Gauthier De Tessières gewinnt. Topfavorit Aksel Lund Svindal wird nur Dritter.

WM-Gold für Ted Ligety! Diese Schlagzeile nach einem Rennen in Schladming zu lesen, kommt nicht überraschend. Erstaunlich allerdings ist es, dass sie bereits nach dem Super-G zur Anwendung kommt. Dem 28-jährigen Amerikaner wurde in dieser Disziplin einiges weniger zugetraut als im Riesenslalom, wo er in diesem Winter schon vier Rennen gewann. Doch auch im Super-G hatte Ligety mit zwei 4. Plätzen in dieser Saison schon angedeutet, dass mit ihm zu rechnen ist. An Grossanlässen gewann Ligety schon zuvor zweimal die Goldmedaille: 2006 in Sestriere wurde er Olympiasieger in der Kombination, vor zwei Jahren in Garmisch holte er sich den WM-Titel im Riesenslalom.

Gar als sensationell zu betiteln ist die Silbermedaille des Franzosen De Tessières, der erst am Sonntag für seinen verletzten Landsmann Johan Clarey nachnominiert worden war. Der 31-Jährige, dessen bevorzugte Disziplin der Riesenslalom ist, hat im Weltcup nur einen 8. Platz als bestes Resultat in dieser Disziplin vorzuweisen. Aber wie Ligety fühlte sich auch De Tessières auf dem stark drehenden Kurs mit vielen Übergängen äusserst wohl.

Mit Siegen in den Super-G von Lake Louise, Val Gardena und Kitzbühel galt Aksel Lund Svindal für Schladming als haushoher Favorit. Bei der letzten Zwischenzeit führte der Norweger zwar noch, doch im ungemein steilen Zielhang büsste er nach einem Rutscher noch die entscheidenden Sekundenbruchteile ein. Am Ende betrug Svindals Rückstand auf Ligety 0,22 Sekunden.

Am Tag nach Lara Guts Silbermedaille setzte es für Swiss-Ski in Schladming die (erwartete) Enttäuschung ab. Silvan Zurbriggen, der sich in der internen Qualifikation gegen Sandro Viletta durchgesetzt hatte, zeigte aus Schweizer Sicht die beste Leistung. Der Walliser verlor als Elfter 1,36 Sekunden auf die Spitze - doch wegen einer zu hohen Bindungsplatte musste er disqualifiziert werden. So schaffte es im offiziellen Klassement kein Schweizer in die Top 15 - für Patrick Küng blieb der 18. Platz, Carlo Janka wurde nur 25. und Didier Défago 26.

Auch für die Österreicher setzte es auf der Planai trotz vier Fahrern in den ersten zehn eine Enttäuschung ab. Bester des ÖSV-Quartetts war Hannes Reichelt. Der Silbermedaillen-Gewinner der WM 2011 wurde Vierter, mit 0,55 Sekunden Rückstand auf Ligety. Damit wartet der WM-Gastgeber nach zwei Rennen weiter auf die erste Medaille - eine solche "Durststrecke" kam bei den Österreichern zuletzt an der WM 1996 in Sierra Nevada vor. Super-G-Titelverteidiger Christof Innerhofer - zuletzt fast eine Woche mit Grippe im Bett - klassierte sich in Schladming nur im 7. Rang.

Schladming (Ö). WM-Super-G der Männer: 1. Ted Ligety (USA) 1:23,96. 2. Gauthier De Tessières (Fr) 0,20 zurück. 3. Aksel Lund Svindal (No) 0,22. 4. Hannes Reichelt (Ö) 0,55. 5. Matthias Mayer (Ö) 0,95. 6. Alexis Pinturault (Fr) 1,03. 7. Christof Innerhofer (It) 1,09. 8. Romed Baumann (Ö) 1,21. 9. Adrien Théaux (Fr) 1,25. 10. Georg Streitberger (Ö) 1,34. 11. Matteo Marsaglia (It) 1,39. 12. Jan Hudec (Ka) 1,56. 13. Thomas Biesemeyer (USA) 1,60. 14. Peter Fill (It) 1,64. 15. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1,67. Ferner: 18. Patrick Küng (Sz) 1,92. 25. Carlo Janka (Sz) 2,77. 26. Didier Défago (Sz) 2,85. - Ausgeschieden: u.a. Andrew Weibrecht (USA), Kjetil Jansrud (No). - Disqualifiziert: Silvan Zurbriggen (zu hohe Bindungsplatte).

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