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«Wendy gehört nun zu den ganz Grossen»

Die Reaktionen auf Wendy Holdeners Silbermedaille im WM-Slalom – und Mikaela Shiffrins euphorische Worte.

Wendy Holdener fährt auf Platz 2 und freut sich weltmeisterlich. (Video: SRF/TA)

Als sie im Ziel angekommen war, schien Mikaela Shiffrin selbst zu staunen. 1,64 Sekunden hatte sie der zweitplatzierten Wendy Holdener im WM-Slalom von St. Moritz abgenommen, 1,16 Sekunden davon im zweiten Durchgang. «Ich habe die Zeit zunächst gar nicht gesehen», erklärte die Amerikanerin später im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. «Als ich sie dann endlich sah, sagte ich mir: ‹Mein Gott, ich wusste nicht, dass der Lauf so gut war!›»

Shiffrins Machtdemonstration. (Video: SRF/TA)

Jetzt, wo sie den Sieg auf sicher habe, bedeute es ihr schon etwas, dass sie als erste Fahrerin nach der Deutschen Christl Cranz in den Dreissigerjahren dreimal in Serie WM-Gold im Slalom gewinnen konnte, führte Shiffrin aus. Der Tag sei aber nicht nur deswegen speziell. «Endlich bin ich so Ski gefahren, wie ich das will. Endlich ist mir das in diesem Winter gelungen, darüber bin ich unheimlich glücklich. Ich kann das nicht beschreiben, es fühlt sich wahnsinnig gut an», so die 21-Jährige.

Grosser Jubel: Nach ihrer Goldmedaille in der Kombination holt Wendy Holdener im Slalom Silber.
Grosser Jubel: Nach ihrer Goldmedaille in der Kombination holt Wendy Holdener im Slalom Silber.
Peter Schneider, Keystone
Überfliegerin: Mikaela Shiffrin holt sich den dritten WM-Titel im Slalom in Folge.
Überfliegerin: Mikaela Shiffrin holt sich den dritten WM-Titel im Slalom in Folge.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Das ganze Podest: Wendy Holdener, Mikaela Shiffrin und Frida Hansdotter (v.l.n.r.).
Das ganze Podest: Wendy Holdener, Mikaela Shiffrin und Frida Hansdotter (v.l.n.r.).
Peter Schneider, Keystone
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Wendy Holdener war mehr als zufrieden mit Silber, auch wenn sie noch Verbesserungspotenzial sah. «Ich habe im zweiten Lauf ein paar Fehler gemacht. Super war es nicht, aber immer noch okay. Als ich den Speaker sagen hörte, dass es wohl gereicht habe, wollte ich nur noch wissen, ob es tatsächlich so ist», schilderte sie die allerersten Sekunden nach ihrer Fahrt. Als klar war, dass sie Frida Hansdotter überflügelt und die Silbermedaille auf sicher hatte, sei ein enormer Druck von ihr abgefallen.

Für die Zukunft sei es ihr Ziel, Shiffrin näherzukommen, erklärte Holdener. Heute sei ihr aber schnell klar geworden, dass es noch nicht zum Sieg reichen würde. «Ich war auch vor dem zweiten Durchgang nervös, weil so viele Fahrerinnen vor mir ausschieden. Es war eine spezielle Situation, im Kopf und im Körper.»

«Ich bin brutal erleichtert, dass es Wendy nach Hause gebracht hat. Dafür, dass sie dem Druck an dieser WM während zwei Wochen so gut standgehalten hat, verdient sie meinen höchsten Respekt. Sie ist nun bei den ganz Grossen angekommen», sagte Hans Flatscher, der Cheftrainer der Schweizer Frauen.

St. Moritz. WM. Slalom der Frauen: 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:37,27. 2. Wendy Holdener (SUI) 1,64 zurück. 3. Frida Hansdotter (SWE) 1,75. 4. Petra Vlhova (SVK) 1,89. 5. Sarka Strachova (CZE) 2,05. 6. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,22. 7. Ana Bucik (SLO) 2,62. 8. Emelie Wikström (SWE) 2,93. 9. Denise Feierabend (SUI) 2,96. 10. Bernadette Schild (AUT) 2,97. Ferner: 21. Michelle Gisin (SUI) 4,25. - Ausgeschieden im ersten Lauf: Mélanie Meillard (SUI).

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