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SHV-Protest gegen Spielwertung in Russland?

Das Schweizer Nationalteam hat beim Auftakt zur EM-Ausscheidung einen Punktgewinn in Russland nur um Haaresbreite verpasst.

Die Osteuropäer stellten den 36:34-Erfolg erst Sekunden vor Schluss sicher.

Nach der bitteren Niederlage und dem erheblichen Eingriff eines EHF-Delegierten, welcher den Schweizer Fehlstart zur EM-Ausscheidung zumindest mitverschuldete, zieht der Schweizer Handball-Verband (SHV) einen formellen Protest in Betracht.

Wegen eines angeblichen Wechselfehlers der Gäste unterbrach der slowakische Offizielle Jan Rudinsky die umstrittene Partie 18 Sekunden vor Schluss, als die Schweizer beim Stand von 34:35 angriffen. Die Schiedsrichter verhängten deshalb eine Zweiminuten-Strafe, womit die Russen im entscheidenden Moment wieder in Ballbesitz kamen.

Zu erreichen ist in einem solchen Fall mit einer Protestnote vermutlich wenig. Es handelt sich um einen Tatsachen-Entscheid, der im Prinzip nachträglich unumstösslich ist. "Aber wir müssen als Verband dafür einstehen, dass der Sport fair bleibt", betonte SHV-Geschäftsführer Martin Hegglin.

In der Schlussminute verkürzte die überzeugende SHV-Equipe auf 34:35 und wehrte einen Angriff der spürbar nervösen Einheimischen erfolgreich ab.

Nach Auffassung des slowakischen EHF-Offiziellen hatte Iwan Ursic, den Coach Perkovac für seinen Keeper als siebten Feldspieler einwechseln wollte, das Feld ausserhalb der Wechselzone betreten. So entglitt den erstaunlich starken und vor allem hartnäckigen Schweizern in letzter Sekunde der erste Punktgewinn in Russland nach zuletzt zehn Niederlagen in Serie.

Vor nur 700 Zuschauern ragten im Team von Goran Perkovac die beiden Bundesliga-Professionals heraus. Regisseur Andy Schmid (9 Tore) und der linke Flügel Manuel Liniger (12/5) trugen die notgedrungen weiter verjüngte Equipe mit ihren 21 Treffern massgeblich. Speziell der in Lemgo engagierte Liniger brillierte ausnahmslos und schloss von 15 Aktionen zwölf erfolgreich ab.

Am Sonntag setzen die Schweizer ihre EM-Kampagne gegen Dänemark fort. Gegen den Europameister von 2008 stehen die Schweizer bereits unter Druck. Eine Heimniederlage müssen sich mit Blick auf das weitere Programm im Prinzip vermeiden, um im Rennen um Platz 2 nicht vorzeitig zu viel Terrain einzubüssen.

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