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Schleck vor wichtigstem Tag seiner Karriere

Heute versucht Andy Schleck das Unmögliche, nämlich im Zeitfahren von Bordeaux nach Paillac seinen Rückstand von acht Sekunden auf Alberto Contador in einen Vorsprung umzuwandeln.

"Ich stehe vor dem wichtigsten Tag meiner Karriere. Ich habe nichts zu verlieren und ich werde alles daran setzen, die Situation noch zu ändern", sagte Schleck vor der Prüfung gegen die Uhr. Zumindest auf dem Papier lässt sich der Luxemburger mit einem übermächtigen Gegner ein. Alberto Contador ist der eindeutig bessere Zeitfahrer, und Andy Schleck riskiert auf den 52 km im Weingebiet des Médoc gar die Einholung durch den Spanier.

Letztes Jahr sei er in Chambéry chancenlos gewesen und habe dreieinhalb Minuten verloren, meinte Schleck weiter. Jetzt liege er nur acht Sekunden zurück, und es gehe um den Gesamtsieg in der Tour de France. Da spiele sich alles im Kopf ab. In Erinnerung wird der Gesamtzweite aber auch haben, dass er auf den 8,9 km des Prologs in Rotterdam 42 Sekunden auf Contador einbüsste.

Contador kann aus einer Position der Stärke an den Start gehen. Aber der Spanier weiss natürlich auch, dass sich der geringste Zwischenfall fatal auswirken kann. Der Madrilene wird im Zeitfahren eine neu entwickelte, letztes Jahr getestete Pedale einsetzen, die aus aerodynamischer Sicht einen Zeitgewinn von zwei Prozent bringen soll.

Das Duell zwischen Contador und Schleck wird sich aller Voraussicht nach im Schatten der Spezialisten abspielen. Für das Zeitfahren sind Fabian Cancellara, Tony Martin (De) und Bradley Wiggins (Gb) favorisiert. Cancellara wurde letztes Jahr in Chambéry von Contador um drei Sekunden geschlagen. Vor zwei Jahren fuhr Stefan Schumcher (De), der später wegen eines positiven Dopingbefundes des Sieges verlustig ging, schneller als Cancellara. Der Olympiasieger möchte in der Tour de France in einem Zeitfahren endlich zu einem "richtigen" Sieg kommen.

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