Auch das noch beim FCB: Minusrekord und Einnahmeverlust

Selbst neben dem Platz hat Rotblau einige Probleme: Die Rückkehr ins Offline-Zeitalter.

Kevin Bua vor ganz viele leeren Plätzen im St.-Jakob-Park. Foto: Daniela Frutiger (freshfocus)

Kevin Bua vor ganz viele leeren Plätzen im St.-Jakob-Park. Foto: Daniela Frutiger (freshfocus)

Über Sinn und Unsinn der Digitalisierung lässt sich in Zeiten, in denen man die Entschleunigung des Menschen hat erfinden müssen, gewiss trefflich philosophieren.

Wie viel jedoch inzwischen von funktionierenden IT-Systemen abhängt, das erfährt man immer dann, wenn diese Systeme nicht funktionieren. Zum Beispiel beim FC Basel, an diesem Wochenende: Auf der Suche nach dem Wurm im rotblauen Computer-Apfel sind am Samstag aus Sicherheitsgründen sämtliche Systeme heruntergefahren worden. Das bedeutet Verschiedenes. Etwa, dass Eintrittskarten für das Xamax-Spiel nur noch am Kassenhäuschen und gegen Barbezahlung erworben werden konnten. Oder aber auch, dass die Fanshops geschlossen blieben und Fanartikel am Match nur noch mit mobilen Fanwagen feilgeboten werden konnten. Und es bedeutete letztlich nicht nur einen vermuteten Einnahmenverlust, sondern auch einen kommunizierten Zuschauer-Minusrekord, der so eigentlich nicht sein kann: Der FCB meldete gegen Xamax 18003 verkaufte Tickets – und das, obwohl er Anfang Februar noch von 19467 verkauften Jahreskarten sprach.

Seit dem 20. Februar 2010 und einem 2:1 gegen Aarau (16370 Zuschauer) hat der FCB in der Meisterschaft keine derart tiefe Zahl mehr ausgewiesen. Damals wurden allerdings noch die Zuschauer gezählt, die tatsächlich da waren.

Der FC Basel erklärt den unlogischen Wert auf Anfrage mit dem Chaos, das durch die IT-Probleme entstand. Wann diese gelöst sind, bleibt offen. Geschlossen bleiben vorerst die offiziellen Fan-Shops. (olg)

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