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Velorennen endet in Eklat

Ein spektakulärer Unfall verletzte zwei Rennfahrer und einige Zuschauer. Dann rastete der Vater eines Betroffenen aus.

Es waren surreale Szenen, die sich zum Ende der ersten Etappe der Tour Cycliste Antenne Réunion bei der Küste Madagaskars abspielten. Ein Zuschauer rennt auf die Strecke, reisst wenige Meter vor der Ziellinie die Absperrung zu Boden, mitten auf die Fahrbahn. Eine Gruppe von Rennfahrern konnte nicht mehr ausweichen und stürzte heftig. Brad Potgieter beispielsweise brach sich beim Aufprall das Schlüsselbein. Aber wie konnte es nur so weit kommen?

Gemäss der lokalen Nachrichtenseite Linfo.re handelte es sich dabei um eine Protestaktion eines aufgebrachten Zuschauers. Drei Runden zuvor kollidierten Enzo Bernard und Jonathan Boyer bei einem Sprint spektakulär und rammten die Absperrung. Dabei erwischten sie auch einige Zuschauer – es gab zahlreiche Verletzte. Ein 10-jähriger Junge verlor sogar seinen Daumen, Boyer erlitt ein Schädeltrauma und brach sich mehrere Rippen.

Daraufhin verlangte Boyers Vater, Jean-Bernard Boyer, dass das Rennen sofort gestoppt werden solle. Die Organisatoren entschieden sich dagegen, was Boyer senior derart in Rage brachte, dass er mit seiner verheerenden Massnahme für Selbstjustiz sorgte. Das Rennen wurde unmittelbar nach seiner Aktion unterbrochen.

Zur Strafe setzte es eine 300-Euro-Busse ab, darüber hinaus wurde Jean-Bernard Boyer von der Polizei vernommen. Zwar wurde er umgehend wieder freigelassen, ein Verfahren gegen ihn ist jedoch noch hängig.

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