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«Die Ärzte von Phonak wussten, was damals lief»

Tyler Hamilton war 2004 der Teamleader bei Phonak, als er des Dopings überführt wurde. Auch die Aussagen des einstigen Armstrong-Helfers brachten diesen zu Fall. Das grosse Exklusiv-Interview.

In seinem neuen Buch «Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte» beschreibt Tyler Hamilton alle Details seiner Dopingkarriere.
In seinem neuen Buch «Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte» beschreibt Tyler Hamilton alle Details seiner Dopingkarriere.
Jack Dempsey, Keystone
Tylor Hamilton gewinnt in Athen im Einzelzeitelfahren über 48 Kilometer die Goldmedaille – vor dem Russen Watschislaw Ekimov und Landsmann Bobby Julich.
Tylor Hamilton gewinnt in Athen im Einzelzeitelfahren über 48 Kilometer die Goldmedaille – vor dem Russen Watschislaw Ekimov und Landsmann Bobby Julich.
Reuters
«Andy Rihs und ich haben nie über Doping gesprochen. Ich habe angenommen, er weiss Bescheid»: Hamilton über Phonak-Teamchef Andy Rihs.
«Andy Rihs und ich haben nie über Doping gesprochen. Ich habe angenommen, er weiss Bescheid»: Hamilton über Phonak-Teamchef Andy Rihs.
Steffen Schmidt, Keystone
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Ihr Buch «Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte» ist die bislang umfassendste Beichte eines Radprofis, der jahrelang gedopt hat. Den Impuls, endlich die Wahrheit zu erzählen, kann man nachvollziehen. Aber Sie haben vorher lange gelogen. Wie kamen Sie damit zurecht?

Ich habe das damals vor mir selbst so begründet: Alle anderen tun es, also muss ich es auch tun. Ich wusste, es ist Betrug, es ist falsch. Aber das habe ich verdrängt. Damals gab es viele Dopinggeschichten in den Medien. Freunde und Verwandte fragten mich. Ich wollte ihnen die Wahrheit nicht sagen. Es war übel. Ich hasste es, zu lügen. Es ist verrückt, heute zurückzuschauen auf all die Sachen, die ich falsch gemacht habe. All die Lügen. Die Vertuschung.

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