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Alberto Contador siegt im Bergzeitfahren

Mit dem Triumph in der Prüfung von Belluno nach Nevegal hat der Spanier seinen Vorsprung zu Beginn der letzten Giro-Woche weiter ausgebaut.

Ein Küsschen für die Maglia rosa: Alberto Contador.
Ein Küsschen für die Maglia rosa: Alberto Contador.
Keystone

Nach dem Ruhetag ist vor dem Ruhetag: Contador zeigte seinen Gegner ein weiteres Mal, dass die Steigungen seine besten Verbündeten sind. Von den 12,7 Kilometern der 16. Etappe bestanden die ersten 5,3 Kilometer aus Abfahrten, flachem Gelände und Faux-plats. Da lag Contador um 13 Sekunden (Vincenzo Nibali) und vier Sekunden (Michele Scarponi) im Hintertreffen. Doch sobald die Strasse anzusteigen begann, ergab sich eine völlig andere Situation. Der Spanier, Meister der kleinen Übersetzungen, holte auf den restlichen 7,4 Kilometern mit bis maximal 14 Steigungsprozenten 34 Sekunden Vorsprung auf Nibali und 38 Sekunden auf Scarponi heraus.

Contador hatte schon die 9. Etappe am Ätna für sich entschieden und führt seither das Gesamtklassement an. Die Gegner des Spaniers müssen weiterhin auf einen Ausrutscher des Leaders hoffen. Scarponi weist jetzt bereits 4:58 Minuten Rückstand auf, Nibali 5:45. Die beiden Italiener duellieren sich weiterhin um den 2. Platz, der eine gewisse Bedeutung erlangt, falls das Internationale Sportgericht (TAS) in Lausanne bei der Behandlung des Clenbuterol-Nachweises in der letztjährigen Tour de France gegen Contador eine Dopingstrafe verhängt und die Ergebnisse des Madrilenen annulliert.

Contador widmet den Sieg seinem toten Landsmann Tondo

«Mir lag sehr viel an diesem Sieg. Am Montag haben wir einen grossen Fahrer verloren. Ihm widme ich diesen Erfolg», erklärte Contador nach der Siegerehrung. Der Spanier bezog sich mit seinen Worten auf seinen am Montag unter unglücklichen Umständen verstorbenen Landsmann Xavier Tondo. Sowohl vor dem Start des Zeitfahrens wie auch bei den Zeremonien wurde eine Schweigeminute eingehalten.

Im Gesamtklassement gab es keine grossen Veränderungen. Einzig Mikel Nieve rutschte vom 5. auf den 6. Gesamtrang ab. Der Spanier, am Sonntag Sieger der Königsetappe, hatte sich von seinem Effort noch nicht erholt und erreichte in der Prüfung gegen die Uhr lediglich den 36. Rang.

Am Mittwoch kommt der Giro in die Nähe der Schweizer Grenze. Die 17. Etappe endet in Tirano. Das Teilstück mit Start in Feltre ist mit 230 km erneut sehr lang. Dafür hält sich der Schwierigkeitsgrad in Grenzen. Die Pässe Tonale und Àprica stellen auf den letzten 90 km keine unüberwindlichen Hindernisse dar. Jene Fahrer, die nach dem anstrengenden Programm des letzten Wochenendes noch etwas Kraft verspüren, werden mit einer langen Flucht auf die Jagd nach dem Tagessieg gehen.

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