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Petric und Rakitic nur als WM-Zuschauer

Kroatien hat erstmals seit 2000 eine Endrunden-Teilnahme verpasst.

Das Team der "Schweizer" Ivan Rakitic und des derzeit verletzten Mladen Petric setzte sich zwar in Kasachstan in letzter Minute 2:1 durch, doch die Ukraine verteidigte mit einem 6:0 in Andorra den Barrage-Platz souverän.

In der Gruppe 4, in der die Entscheidungen bereit am letzten Samstag fielen, haben sich Deutschland (Gruppensieger) und Russland (Barrage-Teilnehmer) zum Abschluss mit 1:1 gegen Finnland respektive in Aserbaidschan zufrieden geben müssen.

In Helsinki hatten die Finnen durch Miroslav Klose drei Mal den Ausgleich kassiert, gestern konnte Lukas Podolski die erst dritte Niederlage Deutschlands im 74. WM-Qualifikationsspiel in extremis abwenden. Der Kölner Stürmer stand in der 90. Minute mehr durch Zufall am Ende einer finnischen Kette von Fehlpässen und Querschlägen und glich aus, nachdem der vereinslose Jubilar Jonathan Johansson (100. Länderspiel) die Finnen mit FCZ-Verteidiger Veli Lampi in der ersten Halbzeit durchaus verdient in Führung gebracht hatte.

Spanien reist mit dem Punktemaximum aus zehn Spielen an die WM-Endrunde nach Südafrika. Die Europameister gewannen in Bosnien-Herzegowina 5:2 und wahrten damit ihre Ungeschlagenheit bei EM- oder WM-Qualifikationen seit dem 7. Oktober 2006 (0:2 gegen Schweden). Matchwinner in Bosnien war Alvaro Negredo: Mit seinen beiden Treffern zum 3:0 (50.) und 4:0 (55.) wurde der Stürmer vom FC Sevilla in seinem zweiten Länderspiel zum Doppel-Torschützen.

Italien hat es einer Tripletta von Alberto Gilardino zu verdanken, dass es sich im abschliessenden Spiel der Gruppe 8 nicht bis auf die Knochen blamiert hat. Der Stürmer der AC Fiorentina drehte in Parma den 0:2-Rückstand gegen Zypern im Alleingang.

Bis zur 78. Minute befand sich der Weltmeister auf dem Weg dazu, erstmals überhaupt ein Heimspiel der WM-Qualifikation zu verlieren. Der bereits für Südafrika qualifizierte Titelverteidiger, der mit einer völlig veränderten Abwehr spielte, geriet gegen den Aussenseiter mit zwei Toren ins Hintertreffen. Erst in der Schlussphase, als Zypern die Kraft ausging, schlug Gilardino drei Mal zu. Im Ennio Tardini, wo der 27-jährige Stürmer zwischen 2002 und 2005 die Parma-Fans mit Toren am Laufmeter entzückte, benötigte er für seinen ersten Hattrick im Nationaldress nur gerade 14 Minuten.

Ebenfalls dreifacher Torschütze war Dimitar Berbatov. Die Offensivkraft von Manchester United erzielte beim nutzlosen 6:2-Sieg Bulgariens gegen Georgien all seine Treffer in der ersten Halbzeit, in der Bulgarien zwischen der 6. und 44. Minute ein halbes Dutzend Mal traf.

In der Gruppe 1 hat Schweden vergeblich auf Schützenhilfe eines Fussball-"Zwergs" gehofft. Malta, das in Portugal hätte gewinnen müssen, tat den Skandinaviern den Gefallen nicht und verlor 0:4. Damit blieb Schwedens 4:1 gegen Albanien nutzlos.

Die letzten vier WM-Teilnehmer aus Europa werden am 14. und 18. November in Hin- und Rückspielen nach Europacup-Formel ermittelt, die Begegnungen werden am kommenden Montag am FIFA-Hauptsitz in Zürich ausgelost. Es spielen die vier besser klassierten Teams des FIFA-Rankings - aktuell sind dies Russland (6), Frankreich (10), Griechenland (12), Portugal (17) - gegen die Ukraine (25), Irland (38), Bosnien (46) oder Slowenien (54). Als schlechtester Gruppenzweiter verpasste Norwegen den Cut.

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