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Eine Bronze, die für Feuz golden glänzt

Der Emmentaler verpasst in der Abfahrt sein grosses Ziel. Doch es ist ein Wunder, fährt er überhaupt um Medaillen.

Olympia-Silber, Olympia-Bronze, WM-Gold und diverse Siege im Weltcup – Beat Feuz' Karriere ist eine voller Höhepunkte. Der Stern des Emmentalers geht im März 2011 auf, als er in Kvitfjell seinen ersten Sieg im Weltcup feiert.
Olympia-Silber, Olympia-Bronze, WM-Gold und diverse Siege im Weltcup – Beat Feuz' Karriere ist eine voller Höhepunkte. Der Stern des Emmentalers geht im März 2011 auf, als er in Kvitfjell seinen ersten Sieg im Weltcup feiert.
Keystone
Im Dezember 2011 gewinnt er in Gröden erstmals im Super-G.
Im Dezember 2011 gewinnt er in Gröden erstmals im Super-G.
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Und am Folgetag gleich noch Silber im Super-G.
Und am Folgetag gleich noch Silber im Super-G.
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Es gab für Beat Feuz nur Gold. Im Vorfeld der Olympia-Abfahrt in Pyeongchang versuchte der Emmentaler nicht, tief zu stapeln. Er wusste, dass es nichts bringen würde. Zu gut ist er diesen Winter schon gefahren, so gut wie noch nie. Zu sehr kommt ihm diese Strecke am Gariwang Mountain entgegen, mit den vielen Kurven, die er mit solchem Feingefühl fahren kann wie kaum ein anderer; mit diesen Sprüngen, über die der 31-Jährige so kompakt fliegt wie wenige; mit diesem aggressiven Schnee letztlich, den er liebt, weil er eben die ganz feine Klinge führt.

Feuz gewann seine Medaille, doch die Farbe, die ist nun eine andere. Bronze gab es. Das lag zum einen an Feuz, der ein Stück weit weg war von einer perfekten Fahrt. Zum anderen aber lag das vor allem an der Konkurrenz aus Norwegen. Aksel Svindal vor Kjetil Jansrud, so hiess es am Ende.

Das Duo, das sich seit Jahren gegenseitig antreibt, hatte Feuz schon oft vor der Sonne gestanden. Nun war das auch an den Olympischen Spielen so. Ob Silber oder Bronze, sagte Feuz hinterher noch, spiele keine grosse Rolle. Gold, das wäre es gewesen. Es wäre die ultimative Krönung gewesen für eine Karriere, die schon oft durch Verletzungen gebremst wurde, die eigentlich längst zu Ende sein müsste, ginge es nach ärztlichen Massstäben.

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Video: Diese Fahrt beschert Feuz die Bronzemedaille

Drittplatzierter: Beat Feuz muss sich nur den beiden Norwegern Aksel Svindal und Kjetil Jansrud geschlagen geben. Video: SRF

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Der Positivdenker

Doch Feuz kämpfte sich immer zurück, liess sich nicht beirren von den Prognosen, nicht einmal, als sie im Spital darüber diskutierten, ob sie ihm vielleicht den Unterschenkel amputieren müssten. Feuz ist ein Positivdenker, er war es schon immer, schon als Kind, so erzählt es seine Mutter Hedi Feuz.

Und seine Trainer sagen: Kommt er in einem Training mit drei Sekunden Rückstand ins Ziel, dann sieht er nur die Stellen, die er gut gefahren ist. Es ist diese Eigenschaft, die ihn zusammen mit seinem Talent so weit brachte. Viele hätten nicht nur gehadert, sondern wohl aufgegeben, hätten sie Feuz’ mit rund 15 Operationen gepflasterten Weg gehen müssen.

Nun ist Beat Feuz Weltmeister. Und Bronze-Gewinner der Olympischen Spiele. Diesmal dürfte es ihm noch leichter fallen, das positiv zu sehen. Auch wenn es für ihn eigentlich nur Gold gegeben hatte.

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