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Rosberg als Profiteur – WM-Punkte für Sauber

Nico Rosberg gewinnt zum dritten Mal in Serie den GP von Monaco. Der Deutsche siegt vor Sebastian Vettel und profitiert vom Missgeschick des Dritten Lewis Hamilton.

Ein überglücklicher Heimsieger: Nico Rosberg gewinnt den GP von Monaco zum dritten Mal de suite. Das Prinzenpaar der Monegassen freut sich mit dem Nachbar mit.
Ein überglücklicher Heimsieger: Nico Rosberg gewinnt den GP von Monaco zum dritten Mal de suite. Das Prinzenpaar der Monegassen freut sich mit dem Nachbar mit.
Keystone
Auch Sebastian Vettel ist zufrieden. Rang 2 ist für den Ferrari-Fahrer allemal eine Freude.
Auch Sebastian Vettel ist zufrieden. Rang 2 ist für den Ferrari-Fahrer allemal eine Freude.
Keystone
Und natürlich darf die Champagner-Dusche nicht fehlen: Seriensieger Rosberg weiss, was sich gehört.
Und natürlich darf die Champagner-Dusche nicht fehlen: Seriensieger Rosberg weiss, was sich gehört.
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Eine für viele völlig unverständliche Massnahme entschied den sechsten Grand Prix der Saison. Der von der Pole-Position gestartete Lewis Hamilton war souverän auf dem Weg zu seinem zweiten Triumph in Monte Carlo nach 2008 und führte 15 Runden vor Schluss mit rund 15 Sekunden Vorsprung. Doch den 37. GP-Triumph des 30-Jährigen, der vergangene Woche seinen Vertrag um drei Jahre verlängert hatte, vermasselte das Team, indem es den Weltmeister bei der einzigen Safety-Car-Phase zu einem – unnötigen – zweiten Reifenwechsel an die Boxen befahl.

Die Neutralisation hatte der erst 17-jährige Holländer Max Verstappen im Toro Rosso ausgelöst, als er beim Überholmanöver von Romain Grosjean im Lotus in der Sainte-Dévote-Kurve in die Leitplanken donnerte. Hamilton büsste seinen Vorsprung an den Boxen ein und kam Sekundenbruchteile hinter Nico Rosberg und Sebastian Vettel im Ferrari wieder auf die Strecke zurück.

Hamiltons Vorsicht nach dem Rennen

Trotz frischer Reifen war auf dem 3,337 km langen Strassenlabyrinth ein Überholen nicht mehr möglich und der WM-Leader, der noch mit 126:116 Punkten gegenüber Rosberg in der Gesamtwertung führt, überquerte sechs Sekunden hinter dem Sieger und 1,5 Sekunden hinter Vettel die Ziellinie. «Wir müssen noch darüber sprechen. Ich muss jetzt vorsichtig sein», erklärte der sichtlich enttäuschte, aber auch verärgerte Weltmeister aus England.

Der 29-jährige Rosberg gab nach seinem 10. GP-Triumph im 172. Rennen zu, dass der Sieg «sehr glücklich» zustande kam. Der Deutsche, der nach seinem Erfolg vor zwei Wochen in Spanien erstmals zwei Rennen in Serie gewinnen konnte, schaffte so in seiner Wahlheimat wie Graham Hill den Hattrick. Nur Ayrton Senna mit fünf Siegen in Serie in den Jahren 1989 bis 1993 war noch konstanter.

Zum fünften Mal im sechsten Saison-Rennen standen mit Rosberg, Hamilton und dem Wahl-Thurgauer Vettel, der das Rennen in Malaysia gewonnen hatte, die gleichen drei Fahrer auf dem Podest. Dahinter klassierten sich das Red-Bull-Duo Daniil Kwjat und Daniel Ricciardo vor Kimi Räikkönen im Ferrari und Sergio Perez im Force India. Mit Rang 8 erreichte Jenson Button die ersten WM-Punkte in dieser Saison für McLaren.

Freude bei Sauber

Ein Erfolgserlebnis gab es an der mondänen Côte d'Azur für Sauber, das in der letzten punktelosen Saison nach Fahrfehlern von Adrian Sutil und Esteban Gutiérrez in Monte Carlo sichere WM-Punkte verschenkt hatte. Nach zwei Nullern in Bahrain und Spanien gewann der Hinwiler Rennstall dank Felipe Nasr zwei WM-Punkte. Der 22-jährige Brasilianer, der nach den Strafen im Qualifying gegen Carlos Sainz (Toro Rosso, Start aus der Boxengasse nach Missachtung der Waage) und Romain Grosjean (Rückversetzung um fünf Plätze nach Getriebewechsel) von Rang 14 losfahren durfte, wurde Neunter.

Nasrs Teamkollege Marcus Ericsson brachte der (private) Besuch des schwedischen Königspaares Carl Gustaf und Silvia kein Glück; der 24-Jährige beendete das Rennen im 13. Rang. Sauber reist damit mit 21 Punkten und Rang 5 in der Teamwertung zum nächsten Rennen am 7. Juni nach Montreal zum GP von Kanada. Der Vorsprung auf Force India beträgt vier Zähler. Lotus liegt fünf, Toro Rosso sechs Zähler hinter Sauber zurück.

si/fal

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